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Energie : Rostocker bauen leisestes Windrad

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Aufwind an der Küste: Investitionen in der Fertigung in Hinrichsdorf nahe Rostock, neue leistungsstärkere Anlagen, weitere Windparks in Norddeutschland – ungeachtet der Debatte um die Absenkung der Einspeisevergütung für Öko-Strom will der Rostocker Windkraftanlagenbauer Eno Energy weiter zulegen und den Verkauf von Windkraftanlagen made in Ostdeutschland anschieben. Die Planungen liefen weiter, sagte Eno-Energy-Sprecher Andreas Jessel: „Wir stoppen nichts.“ Noch in diesem Jahr solle eine 3,5 Megawatt-Anlage auf den Markt kommen.

 

Der Prototyp werde derzeit in Brusow nahe Rostock installiert. Langsamer, geräuscharmer, leistungsstärker: Mit der Eigenentwicklung will das Unternehmen die von den Maschinen ausgehenden Umweltbeeinträchtigungen reduzieren. Das neue Windrad soll eines der leisesten der Welt sein. Dazu sei von den Technikern des Unternehmens ein neuartiges Rotorblatt entwickelt worden, das durch eine neue Flügelform und ein spezielles Lagersystem die Schallwerte deutlich reduziere.

 

Damit sei die Anlage künftig auch beim Repowering, dem Ersatz älterer durch leistungsstärkere Anlagen gut einsetzbar, sagte Eno-Energy-Manager Rainer Magdowski. Nach 20 Jahren Betrieb müssten in den kommenden Jahren viele der bestehenden Anlagen ausgetauscht werden. Die neuen Anlagen könnten trotz der geringeren Abstände zwischen den bestehenden Windräder eingesetzt werden und trotz begrenzter Fläche die Leistung erhöhen, da sie besonders turbulenzverträglich seien.

 

Das 1999 als Projektentwickler gegründete und inhabergeführte Unternehmen hatte sich in den sieben Jahren nahezu unbemerkt zum nach eigenen Angaben fünftgrößten Windkraftanlagenhersteller in Deutschland entwickelt. Anlagen In Groß Trebbow, Plauerhagen, nahe Wismar und Kladrum: In den vergangenen Jahren habe Eno Energy vorrangig auf dem deutschen Markt Anlagen installiert. Derzeit sei der Aufbau von weiteren 50 bis 60 Anlagen in 25 Regionen vorgesehen, sagte Magdowski. Dabei setzte Eno Energy auf eine stärkere Beteiligung vor Ort. In Regionen mit Widerständen gegen neue Windparks wirkten häufig die Fehler der Vergangenheit nach, erklärte Magdowski. Die Rostocker wollten deshalb bei neuen Projekten früher informieren, besser aufklären, Vorurteile nehmen und die Regionen stärker beteiligen. Eno Energy sei ein Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, das hier ansässig sei, überwiegend in der eigenen Fertigung produziere und mit Lieferanten aus der Region zusammenarbeite – „eine fast geschlossene Wertschöpfungskette“, meinte Jessel.

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erstellt am 28.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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