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106,5 Millionen Euro Bußgeld : Millionenstrafe für Preisabsprache bei Bier

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Das Bundeskartellamt hat wegen verbotener Preisabsprachen bei Bier hohe Bußgelder gegen bekannte Brauereien verhängt. Wegen der Manipulationen mussten Verbraucher für eine Kiste Bier einen Euro mehr ausgeben. Betroffen sind Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner sowie die westfälische Privatbrauerei Barre. Sie sollen 106,5 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Gegen zwei weitere Konzerne und vier regionale Brauereien liefen noch Verfahren, teilte die Behörde gestern mit. Vermutet wird, dass es sich um die Radeberger-Gruppe, zu der die Rostocker Brauerei gehört, sowie die Carlsberg-Brauerei, zu der die Lübzer Brauerei zählt, handelt. Das Unternehmen sei vom Kartellamt „kontaktiert worden“, sagte Carlsberg-Sprecherin Linda Boos gestern. Die Lübzer Brauerei sei nicht betroffen, sagte Brauereichef Wilfried Horn gestern: „Bei uns gibt es keine Preisabsprachen.“ Radeberger wollte sich nicht äußern. Auslöser des Verfahrens waren Informationen des Beck’s-Herstellers Anheuser-Busch InBev, der als Kronzeuge ohne Geldbuße bleibt. Laut Kartellamtschef Andreas Mundt soll die Branche bei persönlichen und telefonischen Kontakten Preise abgesprochen haben.

Bei Flaschenbier sei 2008 eine Preiserhöhung für den Kasten Bier um einen Euro vereinbart worden. Für Fassbier gab es nach den Ermittlungen Absprachen über Preiserhöhung 2006 und 2008 von jeweils fünf bis sieben Euro pro Hektoliter (100 Liter).

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