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Ab 2017 : Kampf dem „falschen Fuffziger“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neuer 50-Euro-Schein kommt: Bezahlen kann man damit allerdings nicht sofort

svz.de von
erstellt am 06.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Europas Verbraucher müssen sich 2017 an einen neuen 50-Euro-Schein gewöhnen. Die zweite Generation der Euro-Banknoten seit Einführung des gemeinsamen europäischen Bargelds 2002 bekommt erneut Zuwachs. Gestern stellte die Europäische Zentralbank den neuen Fünfziger vor, in Umlauf gebracht werden soll er ab dem 4. April 2017. Hintergründe von Jörg Bender.

Was ist anders an den neuen Scheinen?
Neue Sicherheitsmerkmale sollen Geldfälschern das Handwerk erschweren. Bisher wurden Fünfer, Zehner und Zwanziger überarbeitet.

Der Wert dieser Scheine ist jeweils als glänzende „Smaragd-Zahl“ aufgedruckt, die ihre Farbe ändert, wenn man die Banknote etwas neigt. Das ist auch beim Fünfziger so. Das Wasserzeichen zeigt ein Porträt der griechischen Mythenfigur Europa. Beim Zwanzig-Euro-Schein warteten die Währungshüter zudem mit einem Novum auf: In das Hologramm der Banknote ist ein „Porträtfenster“ integriert. Hält man den 20er gegen das Licht, wird es durchsichtig und man sieht von beiden Seiten ein Porträt der Europa. Auch der Fünfziger hat ein solches „Porträtfenster“.

Sind die Scheine nicht sogar lackiert?
Die neuen Fünfer und Zehner sind mit einer Speziallackierung überzogen, die höherwertigen Scheine nicht. Ziel ist, die kleinen Scheine haltbarer zu machen – denn gerade sie wechseln häufig den Besitzer. Die Produktion einer Banknote kostet im Schnitt acht bis neun Cent.

Warum bekommen Verbraucher den neuen 50er nicht jetzt schon?
Zunächst erhalten Banken und Einzelhändler die Gelegenheit, Geräte und Personal auf den Umgang mit den runderneuerten Geldscheinen vorzubereiten. Auch Automaten müssen entsprechend eingestellt werden.

Warum betreiben die Währungshüter so einen Aufwand?
Für Kriminelle ist Geldfälschen ein lukratives Geschäft. Im vergangenen Jahr wurden so viele Euro-Blüten aus dem Verkehr gezogen wie nie seit Einführung des Euro-Bargeldes 2002: 899 000 gefälschte Scheine zählte die Europäische Zentralbank.

 

 

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