Pflegefachkräfte aus China : Hilfe aus dem Reich der Mitte

Linyan Liu (rechts) aus China unterhält sich in der Seniorenwohnanlage Ludwigstift in Stuttgart mit einer Bewohnerin.
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Linyan Liu (rechts) aus China unterhält sich in der Seniorenwohnanlage Ludwigstift in Stuttgart mit einer Bewohnerin.

In Baden-Württemberg werden Chinesinnen zu Altenpflegerinnen weitergebildet

svz.de von
23. Februar 2015, 23:29 Uhr

Chinesische Krankenschwestern sollen den Fachkräftemangel in der Pflege eindämmen. Mit einem Pilotprojekt hat der Arbeitgeberverband Pflege zunächst 27 Krankenschwestern aus China nach Baden-Württemberg geholt, die dort eine Weiterbildung zu Altenpflegerinnen erhalten. „Wir brauchen dringend Zuwanderung von Fachkräften auch aus sogenannten Drittstaaten“, sagte der Präsident des Verbandes, Thomas Greiner. Er geht deutschlandweit von 30 000 fehlenden Pflegefachkräften aus.

Das Projekt war vor einem Jahr in Hessen gestartet. Neben Baden-Württemberg sollen chinesische Pflegefachkräfte auch in Hamburg und Bayern zum Einsatz kommen. Insgesamt sollen es in den vier Bundesländern bis Jahresende 150 sein. An dem Projekt sind auch die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände beteiligt.

Voraussetzung für die Pflegekräfte ist, dass sie einen chinesischen Bachelor in Krankenpflege haben sowie ein Jahr Berufserfahrung als Krankenschwester. Die Arbeitgeber wählen ihre zukünftigen Beschäftigten in China selbst aus. Anschließend lernen diese innerhalb von acht Monaten Deutsch sowie erste Kenntnisse über die Altenpflege.

Für die Chinesen bietet Deutschland nach Angaben des Arbeitgeberverbandes Pflege einen deutlich höheren Lohn: In Peking gebe es 500 Euro im Monat für eine Pflegekraft, in Deutschland liegt der Verdienst für eine Pflegefachkraft bei 2725 Euro im Monat.

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