Landwirtschaft : Fröste und Regen vermiesen Bauern die Ernte

Nach dem Dauerregen in mehreren Regionen ging die Getreideernte schleppend voran.
Nach dem Dauerregen in mehreren Regionen ging die Getreideernte schleppend voran.

Widriges Wetter mit Frühjahrsfrösten und sommerlichem Dauerregen hat den Landwirten in weiten Teilen Deutschlands die Ernte vermiest. Hereinkommen dürften nun 44,5 Millionen Tonnen Getreide und damit zwei Prozent weniger als im bereits enttäuschenden Vorjahr.

svz.de von
22. August 2017, 11:50 Uhr

Viele Obstbauern verzeichnen massive Einbußen. So hätten erst eisige Aprilnächte und später Hagel und Starkregen Schäden von mehr als 400 Millionen Euro bis hin zu regionalen Totalausfällen angerichtet, teilte der Bauernverband in Berlin mit. Unter anderem bei Äpfeln und Birnen dürften sich die Mengen im Vorjahresvergleich halbieren.

Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte, die Ernte sei vielerorts zu einem Nervenspiel geworden. Zeitweise waren völlig durchnässte Böden nicht befahrbar. Dabei schlugen sich die Wetterbedingungen regional unterschiedlich nieder. So fielen in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein Erträge nach einem sehr schwachen Vorjahr deutlich besser aus. Landwirte im Westen und Südwesten mussten aber weitere Einbußen hinnehmen. Auch bei Raps erwartet der Bauernverband nun einen Mengenrückgang um sechs Prozent auf 4,3 Millionen Tonnen.

Bei den Preisen, die Bauern erzielen können, sei die Entwicklung allerdings etwas besser. Für Brotweizen seien derzeit 153 Euro pro Tonne zu bekommen, nachdem es im Vorjahr 143 Euro gewesen seien.

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