Energie viel teuerer geworden : Eurozone: Preisauftrieb nimmt etwas zu

Das Inflationsgefälle im Euroraum ist nach wie vor steil. Deutschland liegt mit 1,8 Prozent im Mittelfeld. Bodo Marks
Das Inflationsgefälle im Euroraum ist nach wie vor steil. Deutschland liegt mit 1,8 Prozent im Mittelfeld. Bodo Marks

Der allgemeine Preisauftrieb im Euroraum hat etwas zugenommen. Wie das Statistikamt Eurostat mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im August 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

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18. September 2017, 11:51 Uhr

Damit wurden vorläufige Zahlen bestätigt. Im Juli hatte die Jahresrate 1,3 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im August um 0,3 Prozent.

Preisdruck übte vor allem die Energie aus, die 4,0 Prozent teurer war als vor einem Jahr. Die Preise von Lebens- und Genussmitteln erhöhten sich um 1,4 Prozent, Dienstleistungen verteuerten sich um 1,6 Prozent. Industriell gefertigte Güter waren 0,5 Prozent teurer. Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel lag unverändert bei 1,2 Prozent.

Das Inflationsgefälle im Euroraum ist nach wie vor steil. Während die Inflation in den baltischen Staaten mit bis zu 4,6 Prozent (Litauen) am höchsten liegt, beträgt sie in Irland, Zypern und Griechenland deutlich weniger als ein Prozent. Deutschland liegt mit 1,8 Prozent im Mittelfeld.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum eine Rate von knapp zwei Prozent an, die sie aber seit mehreren Jahren nicht mehr erreicht hat. Deshalb hat sie ihre Geldpolitik extrem gelockert. Zurzeit steuert sie auf eine etwas weniger lockere Ausgestaltung zu, die Kursänderung dürfte aber sehr langsam vonstatten gehen.

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