Verkaufsschlager Mario und Co. : Diese Spiele bescheren Nintendo einen Milliardenumsatz

Mit Mario kann Nintendo auch nach Jahrzehnten die Spieler begeistern.

Mit Mario kann Nintendo auch nach Jahrzehnten die Spieler begeistern.

Videospiele-Hersteller Nintendo ist zurück in der Erfolgsspur. Jedoch haben nun Hacker den Weg für Raubkopien geöffnet.

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26. April 2018, 11:22 Uhr

Einst sorgte der japanische Videospiele-Spezialist Nintendo mit Konsolen wie dem "Super Nintendo" oder der "Nintendo Wii" für weltweite Erfolge - doch nach verlustreichen Verkäufen der "Wii U" und der zunehmenden Smartphone-Konkurrenz für den einst bommenden Handheld-Markt ("Game Boy", "Nintendo DS") geriet der Hersteller unter Druck. Auch weil mittlerweile Sony mit der "Playstation" und Microsoft mit seiner "Xbox" den einst von Nintendo dominierten Markt der Gelegenheitsspieler im Konsolengeschäft bedienen.

Doch nun scheint Nintendo zurück in der Erfolgsspur: Die neue Spielekonsole "Switch" führte Nintendo aus der Krise und sorgt wieder für schwarze Zahlen. Im vergangenen Quartal gab es einen Gewinn von 4,4 Milliarden Yen (33 Mio Euro), nach einem Fehlbetrag von 394 Millionen Yen ein Jahr zuvor. Der Quartalsumsatz stieg von 178 auf 198,7 Milliarden Yen (1,3 Mrd Euro).

15 Millionen Konsolen in zwölf Monaten

Im dem Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr blieb unterm Strich ein Gewinn von 139,6 Milliarden Yen (gut eine Milliarde Euro) übrig. Den Ausschlag dafür gab der Erfolg der "Switch": In den vergangenen zwölf Monaten verkaufte Nintendo gut 15 Millionen Konsolen und rechnet für das gerade begonnene Geschäftsjahr sogar mit dem Absatz von 20 Millionen Geräten.

Den größten Erfolg hatte Nintendo mit einem Charakter-Urgestein: Das Spiel Super Mario Odyssey wurde weltweit knapp 10,4 Millionen Mal verkauft – seit der Veröffentlichung im Oktober vergangenen Jahres:

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Auf den weiteren Plätzen landen: Mario Kart 8 Deluxe (9,2 Millionen verkaufte Einheiten), The Legend of Zelda: Breath of the Wold (8,5 Millionen), Splatoon 2 (6 Millionen), 1,2 Switch (2,3 Millionen), Arms (1,9 Millionen), Xenoblade Chronicles 2 (1,3 Millionen) und Kirby Star Allies (1,3 Millonen).

Erst kürzlich gab Nintendo bekannt, dass Nutzer ab September für den Online-Mehrspielermodus bezahlen müssen. Eine weitere Einnahmequelle für den japanischen Hersteller. Die Preise liegen bei rund 20 Euro für einen Jahrespass. Spieler bekommen dafür unter anderem Zugriff auf klassische Nintendo-Titel wie "Super Mario Bros. 3" oder "Dr. Mario" und erhalten Rabatte. Nintendo ist mit der Gebühr nicht allein: Auch Sony und Microsoft verlangen für Mehrspieler-Partien über das Netz Geld, aktuell rund 60 Euro im Jahr.

Hacker öffnen System für Software-Piraterie

Trotz der guten Geschäftszahlen hat Nintendo ein Problem: Hacker haben es nun geschafft, die "Switch" zu knacken und so für illegal erstelle Raubkopien zu öffnen. Da der Fehler offenbar Hardware-basiert ist, kann Nintendo diese Lücke im System nicht mit einem Software-Patch beheben – sondern erst bei der kommenden Hardware-Produktion berücksichtigen.

(mit Material der dpa)

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