Uwe Polkaehn : DGB-Chef im Amt bestätigt

Für weitere vier Jahre im Amt: Uwe Polkaehn
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Für weitere vier Jahre im Amt: Uwe Polkaehn

Die Gewerkschaften sind mit dem Koalitionsvertrag zufrieden.

svz.de von
16. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Der DGB Nord mit seinen rund 420 000 Mitgliedern wird auch in den kommenden vier Jahren von Uwe Polkaehn angeführt. Die Delegierten bestätigten den 58-Jährigen am Samstag auf einer Bezirkskonferenz in Lübeck mit großer Mehrheit in seinem Amt. Auf Polkaehn entfielen 89 Ja-Stimmen bei vier Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Polkaehn steht seit 2010 an der Spitze des DGB Nord, der die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern umfasst. „Wir wollen, dass der Wert der Arbeit anerkannt und der Norden nicht abgehängt wird“, sagte Polkaehn. Auch sein Stellvertreter Ingo Schlüter wurde im Amt bestätigt.

Zu Beginn der Konferenz unter dem Motto „Gute Arbeit. Faire Löhne. Starker Norden“ hatte der scheidende DGB-Chef Michael Sommer den Koalitionsvertrag von Union und SPD als Erfolg der Gewerkschaften gewertet. Die vereinbarten Verbesserungen bei der Rente, die Begrenzung der Leiharbeit und der Mindestlohn von 8,50 Euro wären ohne die jahrelangen Kampagnen der Gewerkschaften nicht zustande gekommen, sagte Sommer.

Er sprach sich in seiner Grundsatzrede für ein schwarz-rotes Regierungsbündnis aus. In den Koalitionsvertrag seien viele Forderungen der Gewerkschaften eingeflossen, sagte der DGB-Chef. „Mit Andrea Nahles als Arbeits- und Sozialministerin könnten wir sehr gut leben“, sagte Sommer. „Bei den Themen Arbeit, Rente und Stärkung der Tarifautonomie haben wir mit der Koalitionsvereinbarung viel erreicht. Unzufrieden sind wir dagegen mit der Europapolitik und der Unterfinanzierung des Sozialstaates“, sagte er.

Um bessere Bildung und eine Verbesserung der maroden Infrastruktur bezahlen zu können, seien Steuererhöhungen unumgänglich. „Wir müssen Reichtum durch höhere Spitzensteuersätze abschöpfen und die Progression abflachen, damit nicht wieder die Arbeitnehmer die Zeche zahlen“, sagte Sommer.

Am Morgen hatte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) in einem Grußwort ebenfalls die positiven Aspekte des Koalitionsvertrages hervorgehoben. „Wir haben viele Verbesserungen erreicht, die den Menschen im Norden zu Gute kommen und klare Perspektiven aufzeigen“, sagte Sellering.


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