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Börse in Frankfurt : Dax mit Verlusten wegen Trump-Sorgen und Terrorakt

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Belastet von der Terrorangst nach dem Anschlag in Barcelona und dem Bangen um die wirtschaftspolitischen Versprechungen von US-Präsident Donald Trump hat der Dax seine Talfahrt fortgesetzt.

Vom früh erreichten Tagestief bei 12 080 Punkten konnte sich der Leitindex aber zumindest erholen. Zuletzt stand er noch 0,32 Prozent tiefer bei 12 164,56 Punkten. Dank der Kursgewinne zu Wochenbeginn steuerte der Leitindex aber immerhin auf ein Plus von rund 1,2 Prozent im Wochenverlauf zu.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte sank um 0,33 Prozent auf 24 818,24 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,54 Prozent auf 2257,99 Zähler ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,70 Prozent.

Auf Unternehmensseite machte vor allem die Stada-Aktie Schlagzeilen. Nachdem die Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven im zweiten Anlauf geglückt ist, schossen die Aktien um 13 Prozent nach oben. In der Spitze erreichten sie einen Rekord von 73,45 Euro, was deutlich über dem Angebotspreis von 66,25 Euro liegt.

Die Themen Trump und Terror wirkten sich nicht nur am Gesamtmarkt, sondern auch in einigen Branchen negativ aus. Aktien aus dem Bausektor wurden etwa abgestoßen, nachdem sie in der ersten Euphorie über Trumps Wirtschaftsversprechen noch zu den Börsenlieblingen gezählt hatten.

Begründet wurde dieser Kurswechsel mit Zweifeln an den versprochenen Infrastrukturprojekten. Im Dax fielen Papiere von HeidelbergCement um nahezu 1 Prozent. Schlusslicht waren dort aber Adidas-Aktien mit minus 1,2 Prozent. Verwiesen wurde hier auf schwache Zahlen des US-Sportartikelhändlers Foot Locker.

Lufthansa-Aktien konnten im Dax um gut 1 Prozent klettern. Bei der Fluggesellschaft dreht sich weiterhin alles um eine Teilübernahme des insolventen Billigfliegers Air Berlin. Ab Freitagnachmittag sollten konkrete Verhandlungen geführt werden.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,20 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 141,53 Punkte. Der Bund-Future stand zuletzt fast unverändert bei 164,28 Punkten. Für den Euro wurden 1,1740 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1697 Dollar festgesetzt.

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erstellt am 18.Aug.2017 | 15:20 Uhr

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