Wirtschaft : Das Ende der Glühbirne

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Vor fünf Jahren flog die Glühlampe aus den Regalen.

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01. September 2017, 05:00 Uhr

Es wurde gar nicht dunkel, als die Glühbirne verschwand. Im Gegenteil. Manch Wohnzimmer wurde eher etwas grell, ungemütlich und irgendwie ungewohnt weiß damals. Fünf Jahre ist es her, dass Glühbirnen endgültig raus mussten aus den Regalen der Bau- und Elektromärkte – auf Geheiß der EU und unter großem Protest gegen die Brüsseler „Regelungswut“. Am 1. September 2012 trat Stufe vier der EG-Verordnung 244/2009 in Kraft, und fortan durften generell nur noch Leuchtmittel neu in Verkehr gebracht werden, die mindestens die Energieeffizienzklasse C erreichen. Für eine Glühbirne, die nur einen Bruchteil der Energie zu Licht macht und dafür umso mehr Wärme erzeugt, war das eine unüberwindbare Hürde.

Schon seit 2009 mussten auf Grundlage der Verordnung nach und nach immer mehr Glühbirnen aus dem Handel verschwinden, gestaffelt nach der Watt-Zahl. Erst 2012 aber kam mit einigen wenigen Ausnahmen das endgültige Aus – zum Ärger vieler Menschen, die ihre vormals gemütlich gedimmten Wohnzimmer im Licht der damaligen Alternativen gar nicht mehr so gemütlich fanden. Wer die Lichtstärke-Angabe auf der Packung der Energiesparlampe falsch verstand, saß unter Flutlicht auf dem Sofa. „Zu Anfang gab es riesige Schwierigkeiten“, sagt Thomas Engelke, Teamleiter Energie und Bauen beim Verbraucherzentrale Bundesverband, über den Abschied von der Glühbirne. Energiesparlampen hätten nicht nur eine Anlaufphase nach dem Einschalten gebraucht und dann oft ein komisch weißes Licht verbreitet, sondern auch Quecksilber enthalten – ein Problem bei der Entsorgung. Das habe den Umstieg schwierig gemacht. „Energiesparlampen waren eine große Hürde“, erinnert sich auch Rolf Buschmann, Referent für technischen Umweltschutz beim BUND.

Die noch effizienteren LED haben die Energiesparleuchten, wie von vielen Experten vorhergesagt, inzwischen weitgehend abgelöst. Die Trauer um die Glühbirne ist abgeebbt, wohl auch, weil viele moderne Leuchten im Retro-Look daherkommen.

Insgesamt ist die Bilanz durchaus positiv. „Wenn man sich den Markt anschaut, hat es was gebracht“, findet Buschmann. Engelke sagt, die ursprüngliche Idee aus Brüssel sei ja gewesen, das Klima zu schonen. „Und das ist erreicht.“

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