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Standorte der buw-Unternehmensgruppe : Chefwechsel im Callcenter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

US-Konzern kauft buw-Servicecenter in Schwerin und Wismar. Aufatmen bei den Beschäftigen, denn die 900 Jobs sollen erhalten bleiben.

Eigentümerwechsel in einem der größten Servicecenter in MV: Der nach eigenen Angaben weltweit zweitgrößte Dienstleister im Kundenmanagement, der US-Konzern Convergys, hat die beiden Callcenter Schwerin und Wismar sowie alle anderen 14 Standorte der buw-Unternehmensgruppe in Deutschland und Europa übernommen – für zusammen 123 Millionen Euro. Die entsprechenden Verträge seien am Mittwoch unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen gestern mit. Der Übernahme müsse das Kartellamt noch zustimmen.

Die buw-Center in Mecklenburg-Vorpommern in Wismar und Schwerin mit zusammen etwa 900 Beschäftigten haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Service-Dienstleister der Branche im Nordosten entwickelt. Alle Standorte hätten auch nach der Übernahme Bestand, versicherte ein Unternehmenssprecher gestern. Es seien keine Entlassungen geplant. Die Zeichen stünden auf Wachstum.

Belegschaften und Gewerkschaften wurden von der Entscheidung überrascht. In MV wurden die Mitarbeiter gestern informiert, hieß es in Wismar. Es müsse auch nach der Übernahme sichergestellt sein, dass alle Standorte und Arbeitsplätze erhalten blieben, forderte Dieter Altmann, Fachbereichsleiter der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Nord. Auch dürfe es keinerlei Einschränkungen an den Mitbestimmungsrechten geben, warnte er. Convergys betreibe in Berlin bereits ein eigenes Servicecenter. Dort werden Altmann zufolge nicht mehr als Mindeststan-dards eingehalten. Die bisherigen buw-Eigner gaben Entwarnung: Der US-Konzern Convergys biete für buw „beste Entwicklungschancen, um die ständigen Veränderungen des Marktes, die lokalen und globalen Ansprüche unserer Kunden und den zunehmenden Wettbewerb erfolgreich zu meistern“, erklärte Jens Bormann, neben Karsten Wulf einer der beiden Gründer der buw-Gruppe. Die beiden hatten als Studenten der Betriebswirtschaft das Unternehmen 1993 gegründet und zu einer Firmengruppe mit derzeit 6000 Beschäftigten ausgebaut. buw ist nach der Bertelsmann-Tochter Arvato und Sitel die Nummer drei der Branche auf dem deutschen Markt. Damit sei das Unternehmen aber dennoch nur ein kleiner unter den großen Anbietern und konkurriere mit Unternehmen mit bis zu 130 000 Beschäftigten, so Bormann. Das habe sich vor allem bei internationalen Ausschreibungen bemerkbar gemacht. Das US-Unternehmen beschäftigt weltweit 130 000 Mitarbeiter.

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