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Wirtschaft : Bleibt Öl weiter billig?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anleger nehmen Scheitern der Opec-Gespräche über Maßnahmen gegen den Ölpreisverfall gefasst auf

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Die gescheiterten Gespräche wichtiger Ölförderländer über Produktionskürzungen haben für Verunsicherung an den Finanzmärkten gesorgt. Die Ölpreise gerieten am Montag unter Druck, machten aber einen Teil ihrer anfänglich starken Verluste wieder wett. Auch der Aktienhandel und die Währungen von Rohstoffländern litten unter der ausgebliebenen Einigung.

Gespräche zur Deckelung der Produktion, um dem Preisverfall auf dem Weltmarkt entgegenzuwirken, waren am Sonntag in Katars Hauptstadt Doha gescheitert. Jetzt ist ein neues Treffen im Juni geplant. Bis dahin, davon gehen viele Beobachter aus, werden auch Öl-Endprodukte wie Benzin und Heizöl im langjährigen Vergleich günstig bleiben.

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Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni fiel gestern um knapp sieben Prozent auf ein Tagestief von 40,10 Dollar. Zuletzt erholte er sich aber wieder ein wenig und wurde mit 40,92 Dollar gehandelt – das sind jedoch immer noch 2,18 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai fiel gestern Morgen um 2,10 Dollar auf 38,27 Dollar, hier konnte sich der Preis ebenfalls etwas von den noch deutlicheren Verlusten zum Handelsstart absetzen.

Kurzfristig wirke sich ein Streik der Ölarbeiter in Kuwait stützend auf die Preise aus, kommentierten die Analysten der Investmentbank Goldman Sachs. Zudem sind die Zahl der aktiven Ölförderanlagen und die Produktion in den USA zuletzt zurückgegangen. Allerdings dürften laut Goldman Sachs die Kursausschläge zunächst hoch bleiben.

Den Devisenexperten der Commerzbank zufolge wird der niedrige Ölpreis am Markt derzeit als Risiko für die Stabilität der erdölproduzierenden Länder aufgefasst. Insofern dürften die Investoren riskantere Anlagen wie Aktien eher meiden. So ging der deutsche Leitindex Dax am Montag mit Kursverlusten in den Handel.

Zugelegt haben jedoch die als sicher geltenden deutschen Anleihen.

Am Devisenmarkt gerieten Währungen von Rohstoffländern wie der kanadische und der australische Dollar unter Druck. Gesucht wurde hingegen der als sicher geltende japanische Yen.

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