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Einigung im Länder-Tarifkonflikt : Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommen mehr Geld

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Einen Monat haben sie verhandelt - jetzt steht das Ergebnis für die Bediensteten der Länder: Eltern in Deutschland können aufatmen. Neue Streiks im Erziehungs- und Bildungsbereich sind vom Tisch.

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erstellt am 18.Feb.2017 | 09:18 Uhr

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf einen milliardenschweren Tarifkompromiss für die Landesangestellten geeinigt. Damit sind neue Streiks in Schulen und Kitas abgewendet. Beide Seiten zeigten sich am späten Freitagabend in Potsdam zufrieden mit dem Ergebnis.  Das Ergebnis sieht insgesamt 4,35 Prozent mehr Lohn innerhalb von zwei Jahren vor.

Die Details im Überblick: 

Rückwirkend zum 1. Januar 2017 erhalten die Beschäftigten 2,0 Prozent und ab dem 1. Januar 2018 nochmals 2,35 Prozent mehr. Das macht im ersten Jahr 870 Millionen Euro Mehrkosten für die Länder aus und im zweiten 1,9 Milliarden.

Die Gesamtforderung der Gewerkschaften hatten bei insgesamt sechs Prozent gelegen. Das hätte sieben Milliarden Euro gekostet.

Als soziale Komponente soll es mindestens 75 Euro geben. Hiervon profitieren die unteren Entgeltgruppen.

Am umstrittensten war die Forderung nach einer neuen Entgeltstufe sechs vor allem für angestellte Lehrer, aber auch für andere Angestellte mit langer Berufserfahrung und Akademiker. Diese Stufe kommt nun 2018 in zwei Schritten. Im Schnitt macht das ein Plus von 150 Euro aus.

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bekommen ebenfalls einen Ausgleich: Sozialarbeiter erhalten je nach Eingruppierung zwischen 50 und 100 Euro mehr pro Monat, Erzieherinnen und Kita-Leitungen 80 Euro. Bis 2019 soll eine neue Entgeltordnung in dem Bereich ausgehandelt werden.

Auszubildende bekommen 2017 und 2018 jeweils 35 Euro zusätzlich sowie 29 Tage Urlaub im Jahr. Sie sollen nach erfolgreicher Ausbildung übernommen werden.

Auf die 2,2 Millionen Beamten von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre soll der Tarifabschluss nach dem Willen der Gewerkschaften übertragen werden. Auch für Hessen wurde noch nicht verhandelt, hier stehen die Gespräche noch aus.  Verhandelt hatten die Gewerkschaft Verdi, der Beamtenbund dbb, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf der einen Seite und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf der anderen.

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