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Wirtschaft

24. Oktober 2017 | 02:38 Uhr

Baustopp auf der A 14

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Planungen rechtswidrig / Nächste Verzögerung auf der Chaos-Trasse zwischen Schwerin und Magdeburg

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Erneut müssen die Bauarbeiten an der A 14 ausgesetzt werden – dieses Mal nördlich von Magdeburg zwischen Colbitz und Dolle. Wie das Bundesverwaltungsgericht gestern in Leipzig urteilte, sind die Planungen rechtswidrig und nicht vollziehbar.

Jetzt muss das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt die Fehler erst einmal beseitigen, bevor der Ausbau weitergehen kann. Die SPD hat unterdessen angekündigt, im Verkehrsausschuss des Landtags zu analysieren, wie es zu den Planungsfehlern kommen konnte. Welche Auswirkungen sie haben, ist schon jetzt absehbar. Momentan wird davon ausgegangen, dass sich die Fertigstellung des Autobahnabschnitts von Magdeburg bis Stendal um ein Jahr verzögern wird. Die Trasse werde 2018 befahrbar sein, zuvor war mit 2017 gerechnet worden, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU). Er begrüßte das Urteil und sagte: „Dass die grünste Autobahn Deutschlands gebaut wird, daran besteht kein Zweifel.“ Die vom Gericht zugestandenen Ergänzungen würden nun schnell umgesetzt. Und davon ist auch das Verkehrsministerium in Mecklenburg-Vorpommern überzeugt. Wirtschaftsverbände forderten, den Autobahnausbau so schnell wie möglich voranzubringen. Die A 14 soll auf 155 Kilometer Schwerin mit Magdeburg verbinden.

Die Leipziger Richter stellten fest, dass nach einer Änderung der ursprünglichen Planungen eine erneute Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig gewesen wäre. Zudem hätte es für den neu geplanten Abschnitt zwischen Colbitz und Dolle eine erneute Anhörung geben müssen. Auch hätten es die Planer versäumt, Kompensationsmaßnahmen für die mit dem Bau verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft neu festzusetzen.

Die festgestellten Mängel reichten aus, um den Planfeststellungsbeschluss zu kippen. Dagegen drang der BUND mit zahlreichen weiteren Einwänden gegen die Planungen mit Blick auf den Natur- und Artenschutz nicht durch. „Das Urteil ist ein herber Rückschlag, auch wenn die meisten Einwände abgewendet wurden“, kommentierte der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Marcus Faber.

Welche großen Bauprojekte im Norden von Deutschland aktuell noch ins Stocken geraten sind, auf Seite 6

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