Nach Aus für die Glühbirne : Abschied von der Halogenlampe

Für einige Halogenlampen, wie diese hier fürs Auto, gilt eine Schonfrist.
Für einige Halogenlampen, wie diese hier fürs Auto, gilt eine Schonfrist.

Ab diesem Monat ist es auch mit den meisten Halogenlampen vorbei. LEDs und Energiesparlampen sind die Alternativen

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29. September 2018, 16:00 Uhr

Katja Fischer Als am 1. September 2012 das endgültige Aus der Glühlampe in Kraft trat, war die Aufregung groß. Es gab regelrechte Hamsterkäufe – und in vielen Haushalten finden sich die Stromfresser noch immer. Zum September endet nun auch die Produktion der meisten Halogenlampen. Das Bedauern darüber dürfte sich allerdings in Grenzen halten, denn es gibt inzwischen gute, energieeffiziente Leuchtmittel, allen voran die LEDs. Was Verbraucher wissen müssen:

Wie viel effizienter sind Energiesparlampen?
Im Vergleich zu Glüh- und Halogenlampen haben Energiesparlampen eine hohe Lichtausbeute und sparen dadurch Strom. Energiesparlampen sind 80 Prozent effizienter als die nicht mehr produzierten Glühlampen. Sie brennen laut der Deutsche Energieagentur (dena) in Berlin in der Regel etwa 6000 bis 15 000 Stunden.

Muss ich Glühbirnen und Halogenlampen zwingend entfernen?
„Nein, zu Hause kann ich tun und lassen, was ich will“, sagt Martin Brandis von der Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Aber es sei nicht empfehlenswert, noch Glühbirnen zu verwenden. Sie verbrauchen sehr viel Strom, und es gibt inzwischen gute LEDs und Energiesparlampen, die ein ähnliches Licht erzeugen.

Darf der Handel mir noch Glühlampen und Halogenlampen verkaufen?
„Ja, Restbestände dürfen verkauft werden“, stellt Iris Vollmann von der Brancheninitiative Licht.de klar. Seit September 2012 werden aber keine neuen Glühlampen mehr in den Handel gebracht. „Bis auf wenige Ausnahmen werden Halogenlampen ab 1. September 2018 nicht mehr hergestellt.“ Die Hochvolt-Halogenlampen für normale Netzspannung von 230 Volt gar nicht mehr, Niedervolt-Halogenlampen für eine Spannung von 12 Volt nur noch, wenn sie mindestens die Effizienzklasse B aufweisen. Auch klare Halogenlampen mit den Sockeln R7s und G9 bleiben in der Effizienzklasse C weiter im Handel, weil es dafür noch keinen Ersatz gibt.

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Woran erkenne ich, ob ich noch alte Birnen in der Leuchte habe?
Die klassische Glühlampe erkennt man an der Birnen- oder Kerzenform. Sie hat unten einen Metallsockel zum Schrauben und oben ein Glas, in dem sich ein Wolfram-Draht befindet. „In einem Haushalt können sich aber noch verschiedene andere Lampenarten finden, die äußerlich der alten Glühlampe ähneln, nämlich Halogen- und Kompaktleuchtstofflampen sowie LEDs“, erklärt Dietlinde Quack vom Öko-Institut in Freiburg. Halogenlampen haben oft eine spot-ähnliche Bauform, es gibt sie aber auch in Birnenform. Der Glühdraht ist von einem Schutzgas, dem Halogen, umgeben.

Sind Energiesparlampen gefährlich?
Energiespar- und Leuchtstofflampen enthalten geringe Mengen Quecksilber. Bei einem Bruch kann es in geringer Konzentration in die Raumluft gelangen. Zwar liegt die Belastung in der Regel unter den in Deutschland geltenden Grenzwerten. „Wer ganz sichergehen will, sollte im Fall des Falles 15 bis 20 Minuten lang lüften und in dieser Zeit den Raum verlassen“, rät Lichtexpertin Vollmann. Beim Auflesen der Bruchstücke Einweg- oder Haushaltshandschuhe verwenden. Kleinere Teile mit einem feuchten Tuch oder Klebeband aufnehmen, nicht mit dem Staubsauger. Der Abfall sollte in einem festen Karton sowie einer luftdicht verschließbaren Plastiktüte oder in einem Schraubglas entsorgt werden.

Die Lampem-Varianten im Überblick:

  • Die klassische GLÜHBIRNE - korrekt eigentlich Glühlampe genannt - ist birnen- oder kerzenförmig, hat einen Metallsockel und eine Glashaube, in der Wolfram-Draht zu sehen ist, erläutert das Öko-Institut. Eine Glühbirne hat zwischen 25 und 100 Watt.
  • Eine moderne ENERGIESPARLAMPE fällt dagegen richtig auf: Sie hat eine prägnante gebogene, gewendelte oder mehrfach gefaltete Röhre. In dieser Röhre findet die Gasentladung statt.
  • Eine LED-LAMPE hat in der Regel keinen klassischen Glühfaden. Aber sie ist schwieriger zu unterscheiden, denn ihr Design kann sich an das der Glühbirne anlehnen. Daher wird sie auch schon mal als LED-Retrofit-Lampen bezeichnet. Eine LED benötigt zwischen 3 und 12 Watt.
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