Diversity-Debatte : "Wo sind die Frauen?": Kritik an Besetzung des ADAC-Präsidiums

Die Besetzung des neuen ADAC- Präsidiums sorgt für viel Kritik.
Die Besetzung des neuen ADAC- Präsidiums sorgt für viel Kritik.

"Ist euch das nicht peinlich?": Der ADAC hat ein neues Präsidium – eine Nachricht, die für viel Häme und Spott sorgt.

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13. Mai 2019, 11:14 Uhr

Nürburg | Ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland sei bei ihm an Bord, sagt der ADAC. Doch wirft man einen Blick auf das neue Präsidium des Automobilclubs, scheint der Verein nur einen bestimmten Teil der deutschen Gesellschaft zu vertreten – den männlichen, nicht mehr ganz jungen Teil.

Auf Twitter sorgte ein Bild des am Samstag bei der jährlichen Hauptversammlung gewählten Präsidiums für viel Kritik. Darauf zu sehen: Acht ältere weiße Herren. "Es muss wieder cool und hip sein, Mitglied im ADAC zu sein", sagte einer der acht, der Vizepräsident für Finanzen Jens Kuhfuß bei der Hauptversammlung. Doch ob die Besetzung des Präsidiums dafür die richtige Wahl ist?

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"Vielfalt ist so viel mehr als unterschiedliche Krawatten", kommentiert ein User das Bild. Nicht die einzige kritische Bemerkung unter dem Foto: "Nicht euer Ernst, oder? Seid ihr ganz sicher, dass man damit positives Feedback erhält?". "Ihr wisst aber schon, dass Frauen auch Auto fahren dürfen?". "Repräsentiert die deutsche, elitäre und arrogante Großindustrie, zumindest bildlich gesprochen." Oder auch voller Sarkasmus: "Einer ohne Brille! Es geht vorwärts mit der Diversität im ADAC-Präsidium, weiter so!".

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Der ADAC reagierte auf Twitter auf die Kritik: "In eigener Sache (1): JA – das ADAC-Präsidium besteht aktuell nur aus Männern. NEIN – das Bild des 'Altherrenvereins' entspricht nicht unserem Selbstverständnis als moderner Mobilitätshelfer." Man wünsche sich mehr junge Männer und Frauen, die sich für ADAC engagieren. Die ehrenamtliche Arbeit für das Präsidium werde nicht bezahlt. Knapp die Hälfte der Mitglieder und Angestellten seien Frauen, in den ehrenamtlichen Gremien sei das leider noch nicht so. "Deswegen – engagiert euch, macht mit! Jede/r kann im ADAC die Mobilität der Zukunft aktiv mitgestalten. Wir freuen uns drauf! Damit wir zusammen noch bunter, vielfältiger und diverser werden", endet die Nachricht in eigener Sache.

Doch auch diese Erklärung stößt bei vielen nicht auf Verständnis.

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Erst am Weltfrauentag hatte das Immobilienunternehmen Engel & Völkers im Rahmen der Diversity-Debatte in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm über sich ergehen lassen müssen. Der ausschließlich männliche Vorstand teilte seine Geschichten zu weiblichen Vorbildern – das kam bei vielen Menschen nicht gut an.

Weiterlesen: Fünf Männer und der Frauentag – Immobilienmakler blamieren sich auf Twitter

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