Gehaltsrechner : Wie gut stehen Sie mit Ihrem Einkommen im Vergleich da?

Wer als Single monatlich 3440 Euro netto verdient, zählt in Deutschland laut IDW-Studie zu den einkommenstärksten 10 Prozent der Gesellschaft.
Wer als Single monatlich 3440 Euro netto verdient, zählt in Deutschland laut IDW-Studie zu den einkommenstärksten 10 Prozent der Gesellschaft.

Eine aktuelle Studie besagt: Die meisten Deutschen schätzen sich im Vergleich ärmer ein, als sie sind.

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13. August 2019, 10:34 Uhr

Hamburg/Köln | Wer als Single monatlich 3440 Euro netto verdient, zählt in Deutschland zu den einkommenstärksten 10 Prozent der Gesellschaft – ebenso wie Paare ohne Kinder beziehungsweise Paare, deren Kinder bereits ausgezogen sind und über ein Haushaltsnettoeinkommen von 5160 Euro verfügen. Das besagt eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Demnach verordnen sich zudem viele Deutsche im gesellschaftlichen Vergleich selbst eher in der sozialen Mittelschicht, obwohl sie mit Blick auf ihr Einkommen zur Oberschicht gehören.

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Für die Berechnungen haben Forscher Daten des sogenannte Sozio-ökonomischen Panels aus dem Jahr 2016 ausgewertet. Demnach betrug das durchschnittliche Monatseinkommen (auch bedarfsgewichtete Mediaeinkommen genannt) in Deutschland 1869 Euro pro Monat. Der Untersuchung zufolge hatte eine Hälfte der Bevölkerung im Jahr 2016 mehr Nettoeinkommen zur Verfügung als diesen Betrag und die andere Hälfte weniger.

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Das Institut hat zudem ein Online-Tool entwickelt, mit dem jeder Einzelne herausfinden kann, wie viel er im Vergleich zu anderen verdient.


Lebenssituation entscheidend

Die IDW-Studie zeigt auch, dass sich die jeweilige Lebenssituation stark auf das Armutsrisiko auswirkt: 75 Prozent der Alleinerziehenden haben weniger als das bedarfsgewichtete Mediaeinkommen zur Verfügung. Das mittlere Einkommen der Alleinerziehenden liegt bei 1309 Euro netto im Monat – mit diesem Betrag zählt man zum einkommensärmsten Viertel der Bevölkerung.

Wohnort wirkt sich aus

Auch der Wohnort ist laut den Forschern entscheidend: Landbewohner stehen im Vergleich zu Stadtbewohnern schlechter da – ihr bedarfsgewichtetes Mediaeinkommen ist um 116 Euro geringer. Mit 2839 Euro netto gehört ein Single im Osten zu den Top zehn Prozent, in Westdeutschland zählt man damit zu den Top 20.

Hat man ein Studium absolviert, liegt das Durchschnittseinkommen bei 2541 Euro für Alleinlebende. Drei Viertel der Bevölkerung haben allerdings weniger als diese Summe im Monat zur Verfügung.

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