Nach Warnstreik : Weiter Zugausfälle und Verspätungen bei der Deutschen Bahn

Unregelmäßiger Zugverkehr nach dem Warnstreik in Berlin.
Unregelmäßiger Zugverkehr nach dem Warnstreik in Berlin.

Einen Tag nach dem großen Warnstreik bekommen Bahnkunden die Nachwehen durch Zugausfälle und Verspätungen zu spüren.

von
11. Dezember 2018, 06:26 Uhr

Berlin | Wegen logistischer Probleme infolge des bundesweiten Bahn-Warnstreiks vom Montag kommt es auch am Dienstag noch zu einzelnen Zugverspätungen und -ausfällen im Fernverkehr. Dies sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur am Morgen.

Lesen Sie: Bahnstreik: So gibt es Geld zurück – diese Rechte haben Reisende

Nachwehen des Warnstreiks

Der Grund: Züge und Personal seien nach dem vierstündigen Warnstreik am Montagmorgen nicht dort, wo sie nach Fahrplan sein sollten. Reisende sollten deshalb kurz vor ihrer Fahrt checken, ob und wann ihr Zug tatsächlich fährt. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr soll laut dem Sprecher nach Fahrplan fahren.

Der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte am Montag große Teile des Zugverkehrs in Deutschland stundenlang lahmgelegt. Mit dem Warnstreik wollten die Gewerkschafter ihre Forderungen im Tarifkonflikt mit der Bahn unterstreichen. Am Dienstag gehen die Verhandlungen weiter, nachdem sie die Gewerkschafter am Wochenende abgebrochen hatten.

Liveblog zum Nachlesen: Bahnstreik beendet – Regionalverkehr im Norden läuft wieder

Tarifverhandlungen wieder aufgenommen

Die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn gehen am Dienstag weiter. Beide Seiten sitzen am Nachmittag (14 Uhr) in Berlin wieder am Verhandlungstisch.

"Mit dem Warnstreik haben unsere Kolleginnen und Kollegen in imposanter Weise deutlich gemacht, wie ernst es Ihnen mit ihren Forderungen ist", sagte die Verhandlungsführerin der EVG, Regina Rusch-Ziemba. "Das bestärkt uns in unseren Verhandlungen."

Vor dem Treffen mit der EVG kommt die Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Eisenach zusammen. Dort tagen auch turnusmäßig Hauptvorstand und Bundestarifkommission der GDL. Bahn und GDL hoffen erklärtermaßen auf einen Abschluss. Zuletzt fehlte noch eine Verständigung über die Lohnerhöhung. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler sah die Verhandlungen nach dem jüngsten Treffen am Samstag "kurz vor dem Ziel".

Die EVG war wie die GDL mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifrunde eingestiegen. Die Bahn hatte ihr neben einer Einmalzahlung von 500 Euro eine Entgelt-Erhöhung in zwei Stufen angeboten: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen