Antwort der Bundesregierung : W-Lan auf Regionalzugstrecken bleibt noch für Jahre Seltenheit

Während des Bahnfahrens im W-Lan surfen, das geht in Deutschland nur an wenigen Stellen.
Während des Bahnfahrens im W-Lan surfen, das geht in Deutschland nur an wenigen Stellen.

Derzeit legen Fahrgäste den Angaben zufolge 13 Prozent der Regionalzug-Strecken mit Internetempfang zurück.

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14. November 2018, 12:35 Uhr

Berlin | Auch nach 2020 werden Bahnfahrer auf den meisten Regionalbahnstrecken noch kein W-Lan nutzen können. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die Fahrgäste dann rund jeden dritten Kilometer in Regionalzügen und S-Bahnen mit entsprechenden Hotspots zurücklegen werden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Derzeit ist es weniger als jeder siebte Kilometer.

Die Bahn misst die Ausstattung ihrer Fahrzeuge mit W-Lan in sogenannten Personenkilometern, also Streckenkilometern multipliziert mit der Zahl der beförderten Personen. Man kann daher nicht sagen, wie viele Züge mit W-Lan ausgestattet sind. Derzeit legen Fahrgäste den Angaben zufolge aber 13 Prozent der Regionalzug-Strecken mit entsprechendem Internetempfang zurück.

In vielen europäischen Ländern Standard

Die Ausstattung mit W-Lan oder zumindest Vorrüstungen dafür werden derzeit auch nur bei der Hälfte der Neuausschreibungen überhaupt gefordert. Eine Ausstattung aller Netze würde nach Schätzungen der Bahn zwischen 160 und 200 Millionen Euro kosten.

In vielen europäischen Ländern gehöre W-Lan in Nahverkehrszügen längst zum Standard, kritisierte der FDP-Abgeordnete Torsten Herbst. Deutsche Bahnkunden dagegen könnten nur "darauf hoffen, dass ihr Mobiltelefon trotz der vielen Funklöcher wenigstens etwas Empfang hat". Die Vergabepraxis der Länder müsse sich ändern, kostenlose Hotspots gehörten zu einem attraktiven Nahverkehrsangebot dazu.

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