Nur bis Ende April : VW und Audi weiten Diesel-Wechselprämie deutschlandweit aus

Der Rabatt werde bei der Inzahlungnahme von Euro-4- oder Euro-5-Diesel-Fahrzeugen zusätzlich zum Gebrauchtwagenwert gewährt.
Der Rabatt werde bei der Inzahlungnahme von Euro-4- oder Euro-5-Diesel-Fahrzeugen zusätzlich zum Gebrauchtwagenwert gewährt.

Bislang war die Wechselprämie nur Kunden in besonders belasteten Städten vorbehalten.

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23. Januar 2019, 11:05 Uhr

Wolfsburg/Ingolstadt | Volkswagen und Audi weiten die Wechselrabatte zum Umtausch älterer Diesel auf ganz Deutschland aus – aber nur bis Ende April. Der Rabatt werde vom 24. Januar an bei der Inzahlungnahme von Euro-4- oder Euro-5-Diesel-Fahrzeugen zusätzlich zum Gebrauchtwagenwert gewährt, teilten die Autokonzerne am Mittwoch mit.

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Bislang sei die Wechselprämie Kunden in besonders belasteten Städten vorbehalten gewesen, um dort schnell für bessere Luft zu sorgen. VW-Neuwagenkäufer könnten je nach Modell zwischen 500 und 7000 Euro einstreichen, bei Audi sind es zwischen 2000 und 9000 Euro Rabatt. Darüber hinaus bietet Audi Käufern mit alten Euro-1- bis Euro-4-Dieselautos weiterhin bundesweit unbefristet eine sogenannte Umweltprämie von bis zu 10.000 Euro. Seit dem Start habe man damit rund 4500 Neuwagen verkauft, sagte eine Sprecherin: "Wir haben etwa 150 Abschlüsse pro Woche mit der Umwelt- oder Wechselprämie." Vor allem Käufer der kleineren Modelle A1, A3 und A4 seien interessiert.

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Auto-Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach allerdings von reinen Verkaufsanreizen, im Kampf gegen Diesel-Fahrverbote bringe dies nichts. Dudenhöffer verwies auf den Kampf des Autobauers VW mit dem neuen Abgas-Standard WLTP, die mühsame Zertifizierung laste auf den Marktanteilen. Die bundesweite Ausweitung der Prämie sei dazu gedacht, VW im Markt zu stabilisieren.

Branche wehrt sich gegen Hardware-Nachrüstung

Laut Volkswagen gilt weiterhin auch der – Umweltprämie genannte – Rabatt beim Verschrotten eines Euro-1- bis Euro-4-Diesels. Seit August 2017 seien konzernweit rund 240.000 alte Diesel gegen modernere Fahrzeuge ausgetauscht worden, zusammen mit den Software-Updates für Diesel-Autos würden so jährlich mehr als 10.000 Tonnen an Stickstoffdioxid-Emissionen vermieden.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte den VW-Vorstoß kürzlich begrüßt – und versucht, den Druck auf die Konkurrenz zu erhöhen. Auch andere Autobauer, darunter Daimler und BMW, haben Preisnachlässe und Rabatte beim Tausch alter Dieselfahrzeuge mit den Abgasnormen Euro 1 bis 4 sowie Euro 5 in besonders stickoxidbelasteten Regionen im Angebot.

Gegen Hardware-Nachrüstung hatte sich die Branche lange hartnäckig gewehrt. VW und Daimler hatten aber zugesagt, Dieselautos in 15 "Intensivstädten" mit besonders hoher Schadstoff-Belastung für bis zu 3000 Euro pro Wagen mit einer Hardware-Lösung nachrüsten zu lassen. Gerichte haben für mehrere Städte Fahrverbote für ältere Diesel angeordnet, etwa für Berlin, Köln, Essen, oder Frankfurt. Hier liegen die Werte bei Stickstoffdioxid über dem vorgeschriebenen Grenzwert. In Hamburg sind einzelne Straßen betroffen.

Audi bei Umstellung im Verzug

Audi ist bei der Umstellung seiner Modelle auf den seit September geltenden Verbrauchs- und Abgasstandard WLTP im Verzug. Auch deshalb hat das Unternehmen im vergangenen Jahr in Deutschland nur 260.000 Fahrzeuge verkauft – fast 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Aktuell seien 123 Audi-Modelle im Angebot. Bis Ende März werde es sich aber noch deutlich erhöhen, sagte die Sprecherin: "Wir sind auf gutem Weg. Jede Woche kommen Modelle dazu."

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