Populäre Colt AR-15 : Waffenhersteller stoppt Verkauf seiner Maschinengewehre an Privatleute

Das Sturmgewehr Colt AR-15 soll vorerst nicht mehr von Privatpersonen gekauft werden können.
Das Sturmgewehr Colt AR-15 soll vorerst nicht mehr von Privatpersonen gekauft werden können.

Der Waffenhersteller Colt will sich beim Kundengeschäft auf das Militär und die Strafverfolgung konzentrieren.

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20. September 2019, 05:47 Uhr

West Hartford | Während die USA weiter über ein mögliches Waffenverbot diskutieren, schafft ein US-Waffenhersteller Fakten. Die Colt's Manufacturing Company hat mitgeteilt, ihr Sortiment für den Verbrauchermarkt vorerst einzuschränken. Dazu gehört auch ein Verkaufsstopp der populären halbautomatischen AR-15 an Privatleute.

Als Begründung nannte der Chef von Colt, Dennis Veilleux, schlicht ein Überangebot. Der Markt für moderne Sportwaffen habe in den letzten Jahren "erhebliche Produktionsüberschüsse" verzeichnet.

Angesichts dieser Fertigungskapazitäten sehen wir in absehbarer Zeit eine ausreichende Versorgung mit modernen Sportwaffen. Dennis Veilleux, CEO von Colt

Colt teilte in der Stellungnahme zudem mit, dass das Unternehmen wirtschaftlich floriere und diverse Verträge mit Militäreinrichtungen und Behörden der Strafverfolgung habe. "Derzeit beanspruchen diese großvolumigen Verträge die gesamte Produktionskapazität von Colt", schreibt Veilleux. Gleichzeitig betonte er, Colt werde sein Händlernetz weiter expandieren und dort weiterhin seine Pistolen und Revolver für den Privatkauf anbieten.

Die Waffen-Debatte in den USA hat vor allem Sturmgewehre, und auch die AR-15, im Visier, da sie immer wieder bei tödlichen Amokläufen verwendet werden.

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