Miet-Krise durch Wohnplattform : Städte aus ganz Europa fordern härtere Auflagen für Airbnb

Die Wohnplattform Airbnb ist bei Reisenden beliebt.
Die Wohnplattform Airbnb ist bei Reisenden beliebt.

Für Reisende ist Airbnb eine beliebte Plattform, für viele Anwohner jedoch ist sie eine Qual.

von
05. März 2020, 21:05 Uhr

Berlin/München | Berlin, München und 20 weitere europäische Städte haben härtere Auflagen für Wohnplattformen wie Airbnb gefordert. Durch Vermietungen über das Internet gebe es einen "wachsenden Druck auf die Immobilienpreise", heißt es in einem Aufruf an die EU-Kommission und das Europaparlament, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Bezahlbarer Wohnraum werde rar, weil die Wohnungen oder Häuser dem regulären Mietmarkt entzogen würden.

Auch interessant: So außergewöhnlich können Sie auf der ganzen Welt übernachten

Bürger leiden unter Wohnplattform

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören unter anderem Köln, Frankfurt am Main, Amsterdam, Barcelona, Florenz, Paris, Prag und Warschau. Die Städte begrüßten die Ankündigung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Regeln für Wohnplattformen modernisieren zu wollen.

Die Städte wünschen sich laut dem Aufruf einen einheitlichen Rechtsrahmen, der "den Respekt der Gesetze in der gesamten Europäischen Union garantiert". Tourismus sei zwar wichtig, betonten die Kommunen. Zuallererst gehe es aber um eine gute Lebensqualität für die Bürger in ihren jeweiligen Vierteln.

Airbnb erklärte, das US-Unternehmen arbeite bereits "mit zahlreichen Städten quer durch Europa" zusammen. Städte wie Berlin und Paris haben verschärfte Auflagen für die Wohnplattform erlassen, nachdem die Immobilien- und Mietpreise dort massiv angezogen haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen