Expertenprognose : Spritpreise sinken achte Woche in Folge: Benzin so billig wie zuletzt 2009

Die Spritpreise fallen seit Wochen.
Die Spritpreise fallen seit Wochen.

Seit zwei Monaten wird Tanken in jeder Woche günstiger. Viel Luft nach unten sieht der ADAC aber nicht mehr.

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15. April 2020, 15:07 Uhr

München | Die Preise für Benzin und Diesel sind auf langjährige Tiefststände gefallen. Mit Tagesdurchschnittswerten von 1,181 Euro pro Liter E10 und 1,096 Euro für Diesel war Tanken am Dienstag erneut billiger als in der Vorwoche, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Es war bereits der achte Wochenrückgang in Folge. Diesel war zuletzt im September 2016 so billig wie derzeit. Bei Benzin muss man sogar bis Anfang 2009 zurückgehen, um niedrigere Preise zu finden. Damals wurde allerdings noch nicht der Preis für E10, sondern für klassisches Superbenzin ermittelt.

Grafik: obs/ADAC/ADAC e.V.
Grafik: obs/ADAC/ADAC e.V.

Schwache Nachfrage drückt die Rohölpreise

Wichtigster Grund für den Preisrückgang sei die anhaltend schwache Nachfrage am Rohölmarkt, erklärte der ADAC. Seit Anfang des Jahres hätten die Rohölnotierungen um mehr als 50 Prozent nachgegeben. Zusätzlich zum billigeren Öl mache sich aber auch die durch die Corona-Krise gesunkene Nachfrage nach Sprit in den Preisen bemerkbar. Der Wettbewerbsdruck sorge für ein "derzeit angemessenes Preisniveau an den Tankstellen".

Viel Luft nach unten sieht der Verkehrsclub für die Spritpreise derzeit nicht mehr, solange der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau bleibt. Wenn die Nachfrage wieder anziehe, könne sich der Trend auch wieder umkehren, sagte ein Sprecher.

Weiterlesen: Einigung auf Drosselung der Ölförderung – Effekt auf Spritpreise?

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