Vermieter in der Pflicht : So will Verdi weitere Häuser bei Galeria Karstadt Kaufhof retten

Mitarbeiter demonstrierten am Freitag (hier in Berlin) gegen die Schließungen von zahlreichen Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen.
Mitarbeiter demonstrierten am Freitag (hier in Berlin) gegen die Schließungen von zahlreichen Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen.

Der Handelsriese hatte zuletzt angekündigt, 62 von 172 Warenhäusern zu schließen und mehrere Tausend Jobs zu streichen.

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27. Juni 2020, 10:07 Uhr

Düsseldorf | Die Gewerkschaft Verdi will weitere Warenhäuser beim angeschlagenen Handelskonzern Galeria Kaufhof Karstadt retten. "Wir setzen alles daran, dass wir noch einen Teil der geplanten Schließungen verhindern und damit auch Arbeitsplätze retten können", sagte Verdi-Verhandlungsführer Orhan Akman der "Rheinischen Post" (Samstag).

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Gleichzeitig forderte Akman größere Verhandlungsbereitschaft der Vermieter: "Sie müssen aus der Deckung kommen und nicht pokern. Sie haben jahrelang zum Teil mit überteuerten Mieten gut kassiert und tragen nun eine Mitverantwortung dafür, dass Innenstädte nicht veröden."

Der Handelsriese musste angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen. Zuletzt hatte er angekündigt, 62 von 172 Warenhäusern zu schließen und mehrere Tausend Jobs zu streichen. Bei Karstadt Sports sollen 20 von 30 Filialen aufgegeben werden.

Der österreichische Mutterkonzern Signa will 366 Millionen Euro als Sanierungsbeitrag in die Hand nehmen, wie ein Sprecher bestätigte. Allein 200 Millionen Euro sollen als Mietzuschuss gezahlt werden.


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