Streit um Gehaltskürzungen in der Corona-Krise : Ryanair will deutsche Standorte schließen – diese Basen sind betroffen

Ein Ryanair-Flieger auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn: Der Standort soll zum 1. November geschlossen werden.
Ein Ryanair-Flieger auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn: Der Standort soll zum 1. November geschlossen werden.

Die irische Billigairline Ryanair kündigt in einem internen Schreiben die Schließung von drei deutschen Standorten an.

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21. Juli 2020, 21:35 Uhr

Dublin | Europas größte Billigairline Ryanair will zum 1. November seine Basis am Hunsrück-Airport Hahn schließen. Auch den Standorten in Berlin-Tegel und im nordrhein-westfälischen Weeze drohe noch vor dem Winter das Aus, teilte die Ryanair-Tochter Malta Air am Dienstag in einem internen Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur in London vorliegt. Darin spricht die Airline auch für weitere Standorte von einem erheblichen Personalüberhang.

Zuvor hatte es einen heftigen Streit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) über Gehaltskürzungen in der Corona-Krise gegeben. Die bei der Ryanair-Tochter Malta Air beschäftigten Piloten aus Deutschland hatten die Vorschläge der Airline abgelehnt.

170 Ryanair-Piloten von Kündigungen betroffen

Nach VC-Angaben sind von angedrohten Kündigungen bis zu 170 Piloten betroffen. Ein Sprecher der Pilotengewerkschaft bekräftigte auf dpa-Anfrage am Abend, die Gewerkschaft habe trotz mehrheitlicher Ablehnung der Forderungen des Managements ein Interesse an einer Verhandlungslösung. Auch lehne man die Vorschlage des Arbeitgebers nicht vollständig ab, aber es gebe "noch Luft nach oben". Eine Schließung von Basen ist nicht automatisch gleichbedeutend mit der Aufgabe von Flugverbindungen.

Die Piloten in Hahn bekämen noch in dieser Woche ihre Kündigung, teilte Malta-Air-Personalchef Shane Carty mit. Die Airline wollte ihr internes Schreiben nicht weiter kommentieren. Die Pandemie hat weltweit die Fluggesellschaften hart getroffen und teils zu massiven Stellenkürzungen geführt.

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