Neue Studie : Rund jeder zweite Flüchtling hat fünf Jahre nach Ankunft einen Job

Die Mehrheit der arbeitenden Flüchtlinge hat der Studie zufolge eine Stelle als Fachkraft.
Die Mehrheit der arbeitenden Flüchtlinge hat der Studie zufolge eine Stelle als Fachkraft.

Die Arbeitsmarktintegration erfolge damit etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre, so die Studienleiter.

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04. Februar 2020, 12:44 Uhr

Knapp die Hälfte der seit 2013 nach Deutschland Geflüchteten geht fünf Jahre nach ihrer Ankunft einer geregelten Arbeit nach. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, die am Dienstag veröffentlicht wurde. "Die Arbeitsmarktintegration erfolgt damit etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre", schreiben Herbert Brücker, Yuliya Kosyakova und Eric Schuß in der Studie.

Großer Unterschied zwischen den Geschlechtern

Mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge, die einen Job haben, arbeiten Vollzeit. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen: Nur 29 Prozent der Frauen sind nach fünf Jahren in Deutschland erwerbstätig, bei Männern liegt die Quote bei 57 Prozent. Die Mehrheit der arbeitenden Flüchtlinge hat der Studie zufolge eine Stelle als Fachkraft. 44 Prozent nahmen Helferjobs an.

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Bei den seit den 1990er Jahren in Folge der Jugoslawien-Kriege nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen lag die Erwerbstätigkeits-Quote nach fünf Jahren etwas niedriger, bei 44 Prozent. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt sei gegenwärtig deutlich günstiger als damals - auch wenn die Geflüchteten vom Balkan bessere Voraussetzungen etwa bezüglich der deutschen Sprache hatten.

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland ist zwischen 2013 und 2018 um 1,2 Millionen Menschen gestiegen - am meisten Menschen kamen im Jahr 2015 ins Land.

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