"Wachsender Missbrauch" : Urteil zu "Öko-Test"-Label: Niederlage für Versandhändler Otto

'Öko-Test' kann bei einem Gerichtsstreit um die Verwendung seines Labels einen Erfolg verbuchen.
"Öko-Test" kann bei einem Gerichtsstreit um die Verwendung seines Labels einen Erfolg verbuchen.

Die Zeitschrift "Öko-Test" beklagte einen "wachsenden Label-Missbrauch".

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12. Dezember 2019, 10:22 Uhr

Karlsruhe/Hamburg | Erfolg für "Öko-Test" vor dem Bundesgerichtshof: Unternehmen dürfen das "Öko-Test"-Label nur für ein konkret getestetes Produkt verwenden. Selbst wenn Produkte nur in Farbe oder Größe von den tatsächlich geprüften abweichen, ist das Markenrecht verletzt, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag in Karlsruhe. Entscheidend sei dabei der Bekanntheitsgrad einer Marke (I ZR 173/16, 174/16 und 117/17).

Darum ging es bei der Klage von "Öko-Test"

Damit unterlagen vor Gericht in letzter Instanz die Versandhändler Otto (Hamburg) und Baur (Burgkunstadt/Oberfranken) sowie der niederländische Discounter Matratzen Concord.

Die Zeitschrift "Öko-Test" hatte die Unternehmen verklagt, weil sie nicht wollte, dass mit dem "Öko-Test"-Label geworben wird, wenn die abgebildete Ware nicht getestet wurde. Das Magazin sieht sich bestätigt – der BGH habe einem "wachsenden Label-Missbrauch" einen Riegel vorgeschoben. In Karlsruhe ging es um Babyprodukte, Lattenroste, Fahrradhelme und Kopfkissen.

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