Angeschlagene Fluggesellschaft : Neun Milliarden vom Bund? Noch keine Einigung zu Lufthansa-Rettung

Die Triebwerke der meisten Lufthansa-Maschinen stehen derzeit still. Die Fluggesellschaft braucht finanzielle Unterstützung.
Die Triebwerke der meisten Lufthansa-Maschinen stehen derzeit still. Die Fluggesellschaft braucht finanzielle Unterstützung.

Die Bundesregierung will die schwer angeschlagene Fluggesellschaft Lufthansa einem Medienbericht zufolge unterstützen.

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28. April 2020, 10:12 Uhr

Berlin/Frankfurt | In den Verhandlungen um mögliche Staatshilfen für die Lufthansa gibt es noch keine Einigung, hieß es in der Bundesregierung. Nach weiteren dpa-Informationen vom Dienstag wird nicht damit gerechnet, dass die bislang unverbindlichen Gespräche noch diese Woche mit einem Ergebnis beendet werden. Bei einem Unternehmen dieser Größe und der möglichen Höhe der Unterstützung müsse klug vorgegangen werden, hieß es.

Neun Milliarden Euro

Am Morgen war der Kurs der Lufthansa-Aktie zu Handelsbeginn deutlich gestiegen. Grund ist ein Bericht des Online-Wirtschaftsmagazins "Business Insider" über eine angebliche Einigung auf Arbeitsebene. Danach werde die Bundesrepublik rund neun Milliarden Euro in den in der Corona-Krise schwer angeschlagenen Konzern pumpen. Ein Konzernsprecher wollte den Bericht am Morgen nicht kommentieren.

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Dem Portal zufolge soll die Regierung als neuer Anteilseigner eine Sperrminorität und ein bis zwei Aufsichtsratsmandate bei der Lufthansa erhalten, die jedoch nicht von Beamten oder Politikern besetzt werden sollen. Formal würde das Unternehmen dann als Staatsbeteiligung am Bundesfinanzministerium hängen. Das Ganze solle in einem Spitzengespräch noch am Dienstag beschlossen werden. Dieser Termin wurde weder von der Regierung noch von Lufthansa bestätigt.

Unterstützung in der Schweiz

Laut den Schweizer "Tamedia"-Zeitungen kann die Lufthansa-Tochter Swiss zudem mit einer Unterstützung in Höhe von 1,5 Milliarden Franken (1,4 Mrd Euro) von der dortigen Regierung rechnen. Das Geld komme in Form von Krediten von den Banken, für die der Bund bürge. Die Swiss wollte den Bericht nicht kommentieren.

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