Hygienische Bezahlmethode : Limit erhöht: Ab sofort auch größere Beträge kontaktlos bezahlen

Pintasten, auf die täglich hunderte Kunden drücken, können in einer Pandemie zum Risiko werden.
Pintasten, auf die täglich hunderte Kunden drücken, können in einer Pandemie zum Risiko werden.

Karte ans Gerät halten – und dann? Noch öfter als bisher dürfte nun das Eintippen der Geheimzahl entfallen.

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15. April 2020, 16:47 Uhr

Berlin | Für das kontaktlose Zahlen mit der Girokarte oder Kreditkarte wird ab sofort ein höheres Limit eingeführt. Statt bis zu 25 Euro können Verbraucher künftig pro Einkauf bis zu 50 Euro bezahlen, ohne dafür ihre Pin eingeben zu müssen, wie die Deutsche Kreditwirtschaft am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Banken und Sparkassen wollen damit das berührungslose Bezahlen als hygienische Bezahlmethode in der Corona-Krise unterstützen.

Die Umstellung der Zahlungssysteme soll allerdings schrittweise erfolgen. Ab diesem Mittwoch gilt das höhere Limit der Mitteilung zufolge zunächst bei Händlern in Hamburg, Kassel, Frankfurt und München. Die flächendeckende Einführung des neuen Grenzwerts solle dann in den kommenden Wochen und Monaten erfolgen.

Pin erst nach Abbuchung von 150 Euro oder fünf Bezahlvorgängen

Unabhängig von dem höheren Limit müssen Verbraucher allerdings weiterhin spätestens nach fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von maximal 150 Euro wieder ihre Geheimnummer eingeben. Die Kreditwirtschaft verwies dazu auf gesetzliche Vorgaben und das Sicherheitsinteresse der Karteninhaber.

Nach Angaben der Kreditwirtschaft sind gut 75 Millionen von insgesamt über 100 Millionen Girokarten in Deutschland für das kontaktlose Bezahlen freigeschaltet. Wer komplett ohne Pin auskommen möchte, kann sich von seiner Bank über die Möglichkeit des Bezahlens mit dem Smartphone beraten lassen.

Seit dem Beginn der Corona-Krise hat die Verwendung von Bargeld auch in kleineren Geschäften stark abgenommen. Ziel ist es, das Infektionsrisiko für deren Mitarbeiter sowie für die Kunden zu verringern. Experten rechnen damit, dass sich der Bargeldanteil im Zahlungsverkehr auch dauerhaft verringern wird.

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