Heide Park, Legoland, Sea Life und Co. : Übernahme perfekt: Lego-Familie holt sich ihre Parks zurück

Die Familie des Lego-Gründers Ole Kirk Kristiansen will die Legoland-Freizeitparks von Merlin Entertainments zurückkaufen. Dem britischen Unternehmen gehört auch der Heide Park Soltau.
Die Familie des Lego-Gründers Ole Kirk Kristiansen will die Legoland-Freizeitparks von Merlin Entertainments zurückkaufen. Dem britischen Unternehmen gehört auch der Heide Park Soltau.

Ein Konsortium um die Lego-Familie holt sich durch eine Übernahme des britischen Betreibers die Legoland-Parks zurück.

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28. Juni 2019, 16:36 Uhr

Kopenhagen | Die Familie des Lego-Gründers Ole Kirk Kristiansen will die Legoland-Freizeitparks zurückkaufen. Gemeinsam mit zwei weiteren Investoren sei ein Übernahmeangebot für den britischen Betreiber Merlin Entertainments abgegeben worden, gab die von den Nachfahren des Spielklötzchen-Erfinders kontrollierte Hauptaktionärsgesellschaft Kirkbi am Freitag bekannt.

Merlin besitzt noch zahlreiche weitere Freizeitattraktionen, unter anderem das berühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Berlin und den Heide Park Soltau. Auch das Londoner Riesenrad London Eye gehört dem britischen Unterhaltungskonzern.

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So viel zahlt das Lego-Konsortium an Merlin

Das Angebot beläuft sich auf 4,77 Milliarden Britische Pfund (5,3 Milliarden Euro). Merlin teilte mit, man halte die Verkaufsbedingungen für fair und angemessen. Deshalb empfehle man den Anteilseignern, dem Kauf zuzustimmen.

Das berühmte Londoner Riesenrad gehört ebenfalls Merlin Entertainments. Foto: dpa/Kirsty O'connor
dpa/Kirsty O'connor
Das berühmte Londoner Riesenrad gehört ebenfalls Merlin Entertainments. Foto: dpa/Kirsty O'connor

Die Familienstiftung Kirkbi, Hauptaktionär von Lego, sowie der US-Investmentfonds Blackstone und der kanadische Pensionsfonds CPPIB bewerten Merlin mit insgesamt 5,9 Milliarden Pfund (6,6 Milliarden Euro). Kirkbi gehören schon fast 30 Prozent an Merlin.

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Den Aktionären von Merlin bietet das Konsortium 455 Pence pro Aktie, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten. Das ist deutlich mehr als die 395 Pence, die das Papier am Donnerstag bei Börsenschluss wert war. Dafür muss das Konsortium 4,8 Milliarden Pfund aufbringen. Der Verwaltungsrat von Merlin habe dem Kauf bereits zugestimmt, erklärten die Unternehmen.

Der US-Fonds ValueAct hatte Merlin seit geraumer Zeit zu einem Verkauf gedrängt. Ein neuer Eigentümer solle Merlin von der Börse nehmen.

Rückkauf der Legoland-Parks

Kirkbi-CEO Søren Thorup Sørensen erklärte, die Investorengruppe verfüge gemeinsam über die Möglichkeiten, Merlin und damit auch die Legoland-Parks und -Zentren für ihre nächste Wachstumsphase auszustatten.

Die damaligen vier Legoland-Parks wurden 2005 an Merlin verkauft. Damals steckte Lego finanziell in der Krise. Die dänische Gesellschaft Kirkbi sicherte sich jedoch zu dem Zeitpunkt 30 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. Heute gibt es laut eigenen Angaben acht Legoland-Parks in aller Welt.

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Merlin war 1999 gegründet worden und ist seit 2013 börsennotiert. Im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen weltweit 67 Millionen Besucher in seinen mehr als hundert Freizeitparks und Ausstellungen und machte einen Umsatz von 1,65 Milliarden Pfund.

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