Fernbusunternehmen aus Frankreich : Konkurrenz für Flixbus: BlaBlaBus kommt nach Deutschland

Das Unternehmen Flixbus beherrscht in Deutschland derzeit das Fernbusgeschäft.
Das Unternehmen Flixbus beherrscht in Deutschland derzeit das Fernbusgeschäft.

Das französische Unternehmen will schon ab dem Frühjahr Verbindungen für Fernbusse in Deutschland anbieten.

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01. März 2019, 23:50 Uhr

Berlin | Die grünen Flixbusse auf deutschen Straßen bekommen Konkurrenz aus Frankreich: Noch in diesem Jahr soll das Angebot BlaBlaBus des französischen Mitfahrdienstes BlaBlaCar in Deutschland und den Benelux-Staaten starten und in spätestens einem Jahr 60 Städte anfahren, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag sagte. "Die Menschen wollen ein alternatives Angebot", sagte der Chef des Unternehmens, Nicolas Brusson, dazu dem "Handelsblatt".

BlaBlaCar ist der führende Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Europa. Im Jahr 2015 kaufte das französische Unternehmen die Angebote mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de. Der ungewöhnliche Name beschreibt die Gesprächigkeit der Fahrer und Mitfahrer, die in ihrem Profil ihren Hang zum Plaudern einstufen und so gleichgesinnte Mitreisende finden können.

BlaBlaCar übernahm Ouibus und schafft BlaBlaBus

Im Herbst vergangenen Jahres wurde dann bekannt, dass BlaBlaCar das defizitäre Fernbusgeschäft der französischen Staatsbahn SNCF übernehmen will, den Ouibus. Der Kauf soll Ende Frühjahr abgeschlossen sein. Ouibus werde dann BlaBlaBus heißen und sein Angebot im zweiten Halbjahr auf Deutschland und die Benelux-Staaten ausweiten, sagte ein Firmensprecher AFP. Ziel sei es, in einem Jahr dorthin Fahrten in 60 Städte anzubieten.

Die ersten Linien in Deutschland könnten sogar schon im Frühjahr starten, sagte Brusson dem "Handelsblatt". Das hänge aber von den laufenden Verhandlungen mit lokalen Busunternehmen ab.

Flixbus reagiert gelassen

BlaBlaBus macht nun dem deutschen Platzhirsch Flixmobility mit seinen Flixbussen erklärte Konkurrenz. Flixbus ist der größte Fernbusanbieter in Deutschland. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben Busreisen zu 2000 Orten in 27 Ländern mit täglich rund 300.000 Verbindungen an.

Auf die neue Konkurrenz aus dem Nachbarland reagierte das Münchner Unternehmen am Freitag gelassen. "Wir sind harten Wettbewerb gewohnt", sagte Geschäftsführer André Schwämmlein AFP. Es werde sich noch zeigen, inwieweit BlaBlaCar "anpassungsfähig genug ist, um auf diesen sich schnell wandelnden Markt zu reagieren und für den Kunden ein flächendeckendes und innovatives Angebot anzubieten". Letztlich entscheide der Kunde, wie er seine Reise tätige.

Weiterlesen: Bahnkonkurrent Flixtrain will mehr Züge fahren lassen, aber es gibt ein Problem

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