Nach zwei tödlichen Flugzeugabstürzen : 737-Max-Desaster lässt Gewinn bei Boeing einbrechen

US-Flugzeugbauer Boeing verzeichnet nach Abstürzen von 737-Max-Maschinen weniger Gewinn.
US-Flugzeugbauer Boeing verzeichnet nach Abstürzen von 737-Max-Maschinen weniger Gewinn.

Der US-Luftfahrtriese Boeing hat zu Jahresbeginn deutlich weniger verdient und nach den Abstürzen zweier 737-Max-Maschinen seine Ziele für 2019 gestrichen.

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24. April 2019, 14:25 Uhr

Chicago | Nach den zwei Abstürzen einer 737 MAX binnen weniger Monate will der US-Flugzeugbauer Boeing keine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr mehr wagen. Die Prognose werde ausgesetzt, teilte Boeing am Mittwoch bei Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für das erste Quartal mit. Da weiter unklar ist, wann und zu welchen Bedingungen der absatzstärkste Flugzeugtyp wieder abheben darf, soll eine neue Prognose erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben werden.

Deutlich weniger Gewinn

Von Januar bis Ende März fiel der Gewinn von Boeing demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 13 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,87 Milliarden Euro). Der Umsatz ging um knapp zwei Prozent auf knapp 23 Milliarden Dollar zurück.

Im März war eine Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines in Äthiopien abgestürzt. Alle 157 Menschen an Bord kamen ums Leben. Im Oktober war eine 737 MAX vor der indonesischen Insel Java abgestürzt, alle 189 Insassen starben. Weltweit gilt derzeit ein Flugverbot für den Flugzeugtyp.

Ein Herstellerfehler bei einer Steuerungssoftware, die eigens für Boeings spritsparende Neuauflage der 737-Reihe entwickelt wurde, gilt laut vorläufigen Ermittlungsberichten als möglicherweise entscheidende Unfallursache. Boeing arbeitet auf Hochtouren an einem dringend erwarteten Update der Software, um bei den Luftfahrtbehörden eine Wiederzulassung der 737-Max-Unglücksflieger zu erreichen. Doch mit einer raschen Zertifizierung ist derzeit nicht zu rechnen.

Weiterlesen: Boeing fährt 737-Max-Produktion zurück

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