Germanwings-Flüge für Eurowings : Nach Flugbegleiter-Streik bei Germanwings: Noch kein neuer Schlichter-Termin

Leere Schalter in Berlin: Die Passagiere wurden so gut es ging von der Airline umgebucht.
Leere Schalter in Berlin: Die Passagiere wurden so gut es ging von der Airline umgebucht.

Nach dem Flugbegleiter-Streik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings ist immer noch keine Lösung des Konflikts in Sicht.

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30. Dezember 2019, 20:07 Uhr

Frankfurt/Main | Nach dem dreitägigen Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings gibt es auch am Donnerstag noch keine Annäherung zwischen den streitenden Parteien. Laut einem Sprecher der Kabinengewerkschaft Ufo existiert bislang kein Termin für ein erneutes Gespräch mit dem Lufthansa-Konzern unter Leitung der beiden designierten Schlichter Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise.

Es gibt nach wie vor große Differenzen

Nach wie vor gebe es große Differenzen über mögliche Inhalte, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die Schlichter hätten zwei konkrete Termine in den Raum gestellt.

Die Schlichter und Lufthansa hätten bereits am Montag (30. Dezember) konkret den 9. oder 16. Januar vorgeschlagen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Dazu stehe die Antwort der Ufo immer noch aus. Man sei nach wie vor an einer umfassenden Schlichtung interessiert. Persönliche Fragestellungen einzelner Ufo-Funktionäre sollten unabhängig von der Schlichtung in einem richterlichen Güteverfahren behandelt werden. Die Ufo will für diese Fragen hingegen einen Mediator einsetzen. Platzeck und Weise hatten die Parteien bereits zwei Mal erfolglos zu Vorverhandlungen über eine Schlichtung zusammengeholt.

Wegen des Flugbegleiter-Streiks bei der Lufthansa-Tochter Germanwings waren bis einschließlich Dienstag zahlreiche Flieger am Boden geblieben. Rund 60 Verbindungen, in der großen Mehrheit Inlandsflüge, wurden gestrichen, wie das Unternehmen Eurowings auf seiner Website mitteilte. Germanwings fliegt für die Lufthansa-Tochter Eurowings. Der Streik hatte in der Nacht zum Montag um null Uhr begonnen.

Mehr als 50 Ausfälle in Hamburg

Am Montag war insbesondere der Flughafen Köln-Bonn von Absagen betroffen. Stornierungen gab es zudem in Berlin (Tegel), Düsseldorf, München und weiteren Städten. Am Hamburger Flughafen hat der Streik keine großen Auswirkungen gehabt. Der Ausstand, der bis einschließlich Neujahr dauern soll, lässt am Flughafen der Hansestadt mehr als 50 Starts und Landungen ausfallen. Davon waren zwölf am Montag betroffen.

Am größten deutschen Airport in Frankfurt fielen indes keine Flüge aus. Auch für die übrigen Streiktage rechne man nicht mit Einschränkungen, da im Frankfurter Winterflugplan keine Verbindungen von Germanwings vorgesehen seien, erklärte die Betreibergesellschaft Fraport.

Weiterlesen: Germanwings-Streik: An diesen Flughäfen gibt es Flugausfälle

Germanwings ist mit rund 30 Flugzeugen und etwa 1400 Mitarbeitern für Eurowings unterwegs, soll aber mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, hatte Ufo-Vize Daniel Flohr kritisiert. Er drohte am Montag - wenn nötig – mit neuerlichen Streikaufrufen.

Hier noch einmal die Streik-Ankündigung im Video:


Offizieller Streik-Grund sind Regelungen zur Teilzeit für Kabinenbeschäftigte, die laut Ufo unerfüllt sind. Germanwings hatte den Beschäftigten die Teilzeitregelungen der Lufthansa angeboten. Ufo lehnte aber ab, weil sie eigene Tarifregelungen zur Teilzeit will. Eurowings betrachtet den Streik als unangemessen und will in den drei Tagen von geplanten 1200 Flügen mehr als 1000 durchführen.

Drei Tage nach Streikbeginn: Keine Einigung in Sicht

Nach dem dreitägigen Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings gibt es auch am Donnerstag noch keine Annäherung zwischen den streitenden Parteien. Laut einem Sprecher der Kabinengewerkschaft Ufo existiert bislang kein Termin für ein erneutes Gespräch mit dem Lufthansa-Konzern unter Leitung der beiden designierten Schlichter Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise. Nach wie vor gebe es große Differenzen über mögliche Inhalte, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die Schlichter hätten zwei konkrete Termine in den Raum gestellt.

Die Schlichter und Lufthansa hätten bereits am Montag (30. Dezember) konkret den 9. oder 16. Januar vorgeschlagen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Dazu stehe die Antwort der Ufo immer noch aus. Man sei nach wie vor an einer umfassenden Schlichtung interessiert. Persönliche Fragestellungen einzelner Ufo-Funktionäre sollten unabhängig von der Schlichtung in einem richterlichen Güteverfahren behandelt werden. Die Ufo will für diese Fragen hingegen einen Mediator einsetzen. Platzeck und Weise hatten die Parteien bereits zwei Mal erfolglos zu Vorverhandlungen über eine Schlichtung zusammengeholt.

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