Rekord beim Fernverkehr : Fahrgäste-Bilanz 2019: Deutsche nutzten häufiger Bus und Bahn

Auch der ÖPNV verzeichnete 2019 ein Fahrgästeplus.
Auch der ÖPNV verzeichnete 2019 ein Fahrgästeplus.

Mehr als 11,6 Milliarden Mal waren Fahrgäste im Linienverkehr unterwegs. Für Fernstrecken wurde die Bahn beliebter.

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08. April 2020, 10:51 Uhr

Wiesbaden | Bahnen und Busse haben im vergangenen Jahr erneut mehr Fahrgäste befördert: Mehr als 11,6 Milliarden Mal waren Fahrgäste im Jahr 2019 im Liniennah- und -fernverkehr mit Bussen und Bahnen unterwegs, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Das waren durchschnittlich fast 32 Millionen Fahrten am Tag.

Die Zahl der Fahrgastbeförderungen nahm damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent zu, wie die Statistiker weiter mitteilten. Damit habe sich der kontinuierliche Anstieg seit dem Jahr 2004 fortgesetzt, als erstmals vergleichbare Daten vorlagen.

Rekordwert im Bahnfernverkehr

Einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichnete vergangenes Jahr der Bahnfernverkehr. Die Zahl der Fahrten stieg um 1,9 Prozent auf den Rekordwert von mehr als 151 Millionen.

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Der Linienverkehr mit Fernbussen verzeichnete demnach einen deutlichen Rückgang um 7,9 Prozent auf 21 Millionen Fahrgäste. Dieser Vorjahresvergleich werde jedoch durch einen Sondereffekt beeinflusst: Ein Teil der Linienverbindungen wurde auf Unternehmen mit Sitz im Ausland verlagert und ist dadurch nicht mehr in der Statistik enthalten.

Mehr als fünf Milliarden Mal ÖPNV genutzt

Die mit Abstand meisten Fahrten gab es im öffentlichen Personennahverkehr. ÖPNV-Unternehmen beförderten laut Statistischem Bundesamt 0,4 Prozent mehr Fahrgäste als 2018 – insgesamt 11,4 Milliarden. Davon nutzten 5,3 Milliarden Fahrgäste Busse. 4,1 Milliarden Fahrgäste fuhren mit Straßen-, Stadt- und U-Bahnen und 2,8 Milliarden mit Eisenbahnen und S-Bahnen.

In diesem Jahr sind wegen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie spürbare Rückgänge zu erwarten. Das Reiseaufkommen im Fernverkehr der Bahn liegt derzeit lediglich bei 10 bis 15 Prozent des sonst üblichen Niveaus. Fernbusunternehmen wie Flixbus und Blablabus haben den Betrieb eingestellt. Auch der ÖPNV wird angesichts der Arbeit im Homeoffice weniger genutzt.

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