"Sonderkulanz" in Corona-Krise : Bahnticket für April gebucht? Das sind jetzt Ihre Optionen

Die Fahrgastzahlen sind stark zurückgegangen. Doch Geld zurück gibt es nicht für jeden Kunden.
Die Fahrgastzahlen sind stark zurückgegangen. Doch Geld zurück gibt es nicht für jeden Kunden.

Wer eine Reise mit der Bahn geplant hat, sie aber wegen der Corona-Krise nicht antreten will, hat mehrere Möglichkeiten.

von
02. April 2020, 15:57 Uhr

Berlin | Schon länger können Kunden der Deutschen Bahn ihre Tickets während der Corona-Krise online stornieren oder umtauschen – nun ist das Verfahren automatisiert und läuft deutlich schneller.

"Flexibel reisen" – mit Ausnahmen

Für wen die "Sonderkulanz" der Bahn in der Corona-Krise gilt: Wer vor dem 13. März ein Ticket für den Zeitraum bis Ende April gekauft hat, kann dieses bis Ende Juni auch zu einem anderen Zeitpunkt nutzen. "Die Zugbindung entfällt", teilte der Konzern mit.

Allerdings ist die Cityfunktion davon ausgenommen. Das heißt, die Fahrt zum oder vom Bahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt nur für den ursprünglich gebuchten Reisetermin. Auch Gruppenfahrkarten dürfen nicht zur Reise an einem anderen Termin genutzt werden.

Ticket stornieren gegen Gutschein

Alternativ lässt sich die Fahrkarte online gegen einen Gutschein einlösen, der dem Kunden nun ohne Verzögerung per Mail zugeht. Der Gutschein ist drei Jahre lang gültig. Stornieren kann man unter bahn.de/auftragssuche, oder im Kundenkonto auf bahn.de/meinebahn.

Geld zurück gibt es nur für Flextickets, die kostenfrei storniert werden können. Bei Superspar- und Sparpreisen erhält der Kunde den Gutschein. Auch Sitzreservierungen werden erstattet beziehungsweise gutgeschrieben. Wer ein Flixtrain-Ticket für April gebucht hat, kann für die Strecke in einen entsprechenden Zug der DB umsteigen.

Keine Stornierungsoption für Regiozug-Pendler

Wochen- oder Monatskarten können generell nur vor ihrem ersten Geltungstag kostenlos storniert oder umgetauscht werden. Eine Monatskarte im Abo lässt sich gegen Entgelt umtauschen oder stornieren.

Wer nun eine Wochen- oder Monatskarte für den Fernverkehr (ICE, IC/EC) stornieren will, soll das Abo Center kontaktieren, schreibt die Bahn. Für angebrochene Streckenzeitkarten im Nahverkehr – also RE, RB oder regionale Anbieter – gibt es keine Kulanzlösung.

Mehr zum Thema

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen