Deutscher Discounter : Aldi eröffnet erste Filiale in China – mit Fokus auf reiche Kunden

Aldi Süd will sich in China ansiedeln und wohlhabende Kunden ansprechen.
Aldi Süd will sich in China ansiedeln und wohlhabende Kunden ansprechen.

Der Lebensmittelhändler Aldi eröffnet in China nach eigenen Angaben in wenigen Tagen seine ersten Filialen.

svz.de von
29. Mai 2019, 22:34 Uhr

Mülheim | In Deutschland schwächelte zuletzt das Geschäft, nun steht eine Expansion nach Asien an: Aldi Süd öffne in der kommenden Woche in China zwei Pilot-Filialen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Details nannte er zunächst nicht. Zuvor hatten die "Lebensmittel Zeitung" und das "manager magazin" über die erste Filialeröffnung in der chinesischen Metropole Shanghai berichtet.

Laut "LZ" hat Aldi in Shanghai schon eine erste Ladenfläche belegt. Dabei präsentiere sich der deutsche Discount-Pionier deutlich höherwertiger. Der Händler setzte stark auf von den Chinesen sehr geschätzte Importware aus Europa. Durch diesen Fokus könne er eine wohlhabendere Kundenschicht ansprechen. Insofern sei das Geschäft in China nicht vergleichbar mit dem Massengeschäft des Discounters in anderen Ländern.

Erster Aldi Süd öffnet nächste Woche in Shanghai

Aldi wolle im ersten Schritt wenigstens zehn Märkte eröffnen. Ziel dürfte es sein, mittelfristig 50 bis 100 Filialen zu betreiben, um die zentralen Strukturen wirtschaftlich auszulasten. Seit 2017 vertreibt Aldi Süd Produkte über einen Onlineshop an chinesische Kunden.

Das "manager magazin" berichtet, die Eröffnung der ersten Aldi-Süd-Filiale in Shanghai sei für den 7. Juni geplant. Der Flagship-Store solle den chinesischen Kunden neben den gewohnten Aldi-Produkten auch frischen Fisch von einer großen Theke bieten. Mehr als fünf Milliarden Euro wolle der Konzern in die Expansion investieren – eine Rekordsumme in Aldis Geschichte.

Aldi Süd betreibt in Deutschland mehr als 4000 Läden, international sind es nach eigenen Angaben mehr als 6240 Filialen: Je rund 50 Filialen gibt es in Italien und Slowenien, mehr als 140 Geschäfte in Irland, Ungarn und der Schweiz, mehr als 500 Filialen in Österreich und Australien, mehr als 800 in Großbritannien und rund 1900 in den USA.


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