Shitstorm auf Twitter : AMG-Werbung geht nach hinten los – Mercedes entschuldigt sich

Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche im März beim Genfer Autosalon.
Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche im März beim Genfer Autosalon.

Autohersteller haben es in der aktuellen Klima-Debatte nicht leicht – das musste nun Mercedes-Benz erfahren.

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02. August 2019, 15:55 Uhr

Stuttgart | Angesichts der Diskussion um die Folgen der Erderwärmung hat Mercedes-Benz mit einem Tweet auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für ein SUV-Modell der Tuningtochter AMG die Gemüter der Netzgemeinde erregt. Der Autobauer veröffentlichte auf Englisch folgenden Spruch: "Wenn dieser Sommer noch nicht warm genug war, dann heizt der Mercedes-AMG GLA 45 4Matic mit diesem heißen, roten Lack noch mehr ein." Daneben war der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß von 193 Gramm pro Kilometer angegeben:


Mit der Ausdrucksweise trat der Autobauer ins Fettnäpfchen und entschuldigte sich am Freitag dafür umgehend. Ein Sprecher sagte in Stuttgart: "Wir haben es mit Ironie versucht." Das gehe so nicht in diesen Tagen. Und auf Twitter stellte der Konzern fest: "Wir arbeiten hart an der Transformation unserer Fahrzeugflotte. Unser Ziel ist CO2-neutrale Mobilität."


Kritik an dem AMG-Spruch kam von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ebenfalls über Twitter:


Andere Nutzer kommentierten die Aussage von Daimler ebenfalls sehr kritisch. Eine Frau meinte, danke, ihr reiche es eigentlich schon mit dem Klimawandel. Der Nutzer "Lauchgott" fragte: "Wie viel (wenig) der wohl verbrauchen würde, wenn man ihn in einer ethisch vertretbaren Größe gebaut hätte?"

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