Stilllegung von Pannen-AKW : Sicherheitsrisiko: AKW Fessenheim schaltet ersten Reaktor ab

Stilllegung von AKW Fessenheim: Ab 2025 soll mit der Demontage begonnen werden.
Stilllegung von AKW Fessenheim: Ab 2025 soll mit der Demontage begonnen werden.

Das französische Pannen-AKW Fessenheim soll abgeschaltet werden. Der erste Reaktorblock wurde vom Netz genommen.

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22. Februar 2020, 09:36 Uhr

Fessenheim | Im elsässischen Atomkraftwerk Fessenheim, das seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko gilt, ist der erste Reaktorblock abgeschaltet worden. Er wurde am frühen Samstagmorgen vom Stromnetz getrennt, wie der französische Energiekonzern EDF mitteilte.

Demo am AKW Fessenheim gegen die Abschaltung.
AFP/Sebastien Bozon
Demo am AKW Fessenheim gegen die Abschaltung.


Der Vorgang, der am Freitagabend begonnen hatte, verlief demnach wie geplant. Rund 100 Demonstranten, darunter Bürger Fessenheims und Angestellte des Werkes, protestierten am Abend und in der Nacht gegen die Abschaltung, wie Medien berichteten.

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AKW Fessenheim: Zweiter Block soll im Juni vom Netz

Der zweite Block des ältesten noch laufenden Atomkraftwerks Frankreichs soll am 30. Juni vom Netz gehen. Atomkraftgegner vor allem in Deutschland und der Schweiz hatten sich lange ohne Erfolg für ein Abschalten der beiden Reaktoren eingesetzt. Deutsche Politiker und Umweltaktivisten begrüßten die erste Etappe der Stilllegung. Fessenheim ist seit 1977 in Betrieb.

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Nach der Stilllegung beginnen nach EDF-Angaben die Vorbereitungen für die Demontage, die ab 2025 beginnen soll und bis zu 20 Jahre dauern kann. Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN hatte zuletzt auch Bedenken an den Plänen dafür geäußert. Die bisher von EDF vorgelegten Details zu dem Vorhaben seien unzureichend, kritisierte die Behörde. Auf dem Gelände soll anschließend ein deutsch-französischer Gewerbepark entstehen.

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