Neue Banknote : 20-Euro-Schein schwer zu fälschen

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In wenigen Tagen bekommen Europas Verbraucher neue Zwanziger

svz.de von
15. November 2015, 08:30 Uhr

Europas Währungshüter sind überzeugt: Das jahrelange Tüfteln an neuen Sicherheitsmerkmalen für die zweite Generation der Euro-Scheine hat sich gelohnt. Geldfälscher dürften sich schwertun, den neuen Zwanziger nachzumachen, der ab 25. November unters Volk gebracht werden soll.

Insbesondere das neuartige Hologramm-Fenster soll den Kriminellen Kopfzerbrechen bereiten – zur Freude der Notenbanken und zum Wohl der Verbraucher: „Mit dem neuen Zwanziger ist ein Meilenstein in der Banknoten-Technologie gelungen“, jubelt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig. Dort erscheint ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das von beiden Seiten des Geldscheins zu erkennen ist. „Das Sichtfenster lässt sich mit einer Farbkopie nicht herstellen“, erklärt Thiele.

Und das ist wichtig. Denn von den bereits eingeführten runderneuerten Noten der Europa-Serie, dem Fünfer (2013) und dem Zehner (2014), gingen den Behörden bisher nur einfache Farbkopien minderer Qualität ins Netz. „Das geht mit dem Fenster nicht. Es erfordert eine ganz andere Technik“, frohlockt Thiele.

Zwar dürften auch von der blauen Banknote der zweiten Generation bald erste Blüten in Umlauf kommen, glaubt Stefan Hardt, Leiter des Zentralbereichs Bargeld der Bundesbank. Er ist aber überzeugt: „Sie werden sehr schlecht und leicht als Falschgeld zu erkennen sein.“

Das ist beim Zwanziger besonders bedeutend, schließlich war er im ersten Halbjahr 2015 weltweit der von Kriminellen am häufigsten gefälschte Euro-Schein. Mehr als jede zweite Blüte war ein Zwanziger (55 Prozent). In Deutschland lag der Anteil an allen Fälschungen mit 41 Prozent allerdings etwas niedriger: Hierzulande wurden mehr falsche Fünfziger (48 Prozent) sichergestellt.

Längst laufen die Vorbereitungen für die Einführung des Zwanzigers der Europa-Serie. 4,3 Milliarden Banknoten sind gedruckt, die über Geldautomaten, Kassenschalter oder als Wechselgeld im Handel bei den Verbrauchern landen werden.

Wie die Erfahrung zeigt, müssen sich Europas Verbraucher nicht allzu lange gedulden, bis sie Exemplare der überarbeiteten Banknote in ihrem Geldbeutel haben: Beim Fünfer dauerte es nur drei Monate, beim Zehner sogar nur knapp sieben Wochen, bis bei der Bundesbank täglich mehr Noten der Europa-Serie als der ersten Generation eingezahlt wurden.  


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