Im Zweifelsfall spenden : Weniger Lebensmittel verschwenden: 16 Handelsketten verpflichten sich

In diesem Schweizer Supermarkt wird Brot vom Vortag zum halben Preis verscherbelt.
In diesem Schweizer Supermarkt wird Brot vom Vortag zum halben Preis verscherbelt.

Die Umsetzung der Klöckner-Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung kommt voran.

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19. Juni 2020, 18:02 Uhr

Berlin | Im Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln haben sich 16 Großhändler und Supermarktketten zu mehr Engagement verpflichtet. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, sagten unter anderem große Supermarktketten verbindlich zu, noch verkehrsfähige Waren etwa an soziale Einrichtungen oder Gastronomiebetriebe weiterzugeben. Zudem hätten sie sich verpflichtet, Daten zu weggeworfenen Lebensmitteln zu erfassen.

Unterzeichnet haben:

  • Rewe
  • Penny
  • Edeka
  • Netto
  • Lidl
  • Aldi Süd
  • Norma
  • Alnatura
  • Bio Company
  • Hello Fresh
  • Metro
  • Tegut
  • Querfeld
  • Transgourmet
  • Wasgau
  • Chefs Culinar West

Von 14 Maßnahmen mindestens vier umsetzen

Ziel der Regierung ist, Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren. Außerdem sieht die Erklärung 13 weitere "Wahlpflichtmaßnahmen" vor, von denen jedes Unternehmen nun mindestens vier umsetzen muss. Dazu gehört etwa, Obst und Gemüse mit "Schönheitsfehlern" zu verkaufen, die Kühlkette zu verbessern, Kunden und Mitarbeiter zu sensibilisieren oder Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht ist, günstiger zu verkaufen.

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Im Februar 2021 soll es einen Zwischenbericht und zum Sommer 2022 einen Endbericht über die Umsetzung geben. Von möglichen Sanktionen ist in der Erklärung nicht die Rede. Damit kommt die Umsetzung der von Ernährungsministerin Julia Klöckner 2019 vorgestellten Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung voran. "Dass sich mit dem Groß- und Einzelhandel ein Schwergewicht in der Kette in dieser Breite verbindlich zum Kampf gegen Lebensmittelverschwendung bekannt hat, ist ein großer Erfolg", sagte die CDU-Politikerin. Davon verspreche sie sich "eine deutliche Signalwirkung" an weitere Akteure.

Die Händler sagten damit auch zu, sich an der Erarbeitung einer Zielvereinbarung mit konkreten Zwischenzielen zur Reduzierung der Lebensmittel-Abfälle bis 2030 zu beteiligen. Sie soll spätestens im August 2022 stehen.

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