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Vertrauenswürdige Politiker? : Wenn es ums Geld geht...

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Deutsche würden sich generell finanziellen Ratschlag von Politikern geben lassen

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erstellt am 16.Aug.2017 | 05:00 Uhr

In finanziellen Fragen gelten die Deutschen als konservativ.  Die Bundesbürger sind seit jeher ein Volk von Sparern und schwören – selbst in Zeiten niedriger Zinsen – lieber auf Sparbücher, Lebensversicherungen  und Bausparverträge als auf Aktien oder Fonds.  Dies dürfte zumindest ein Grund dafür sein, dass sie sich zwar generell finanzielle Ratschläge von Politikern geben lassen würden, aber ein Mann dabei herausragt.  

Mehr als jeder dritte Deutsche (35 Prozent) würde sich zum Beispiel einen finanziellen Ratschlag von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geben lassen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Finanzportals Moneymeet. Für zwölf Spitzenpolitiker haben die Forscher abgefragt, inwieweit sich Bürger bei diesen für private Finanzfragen einen Ratschlag abholen würden.

 

Zwar lehnt auch bei Schäuble immer noch jeder Zweite (53 Prozent) einen Ratschlag ab. Zugleich überzeugt der Unionspolitiker doch immer noch am meisten, sieht man sich die Werte der anderen Kandidaten an, die stets von zwei Drittel bis Dreiviertel der Deutschen als Berater abgelehnt werden. Im Fall von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sind es mit 79 Prozent  sogar nochmals mehr.

Sie liegt damit gleichauf mit der AfD-Chefin Frauke Petry.   Letztere  ist allerdings mit sechs Prozent zugleich auch Schlusslicht, wenn es darum geht, wer sich  von ihr noch einen Rat in finanziellen Dingen holen würde.  

 Bei  Winfried Kretschmann wiederum scheitert die Berater-Karriere schlicht an der Bekanntheit. Zwar sprechen sich nur 64 Prozent gegen einen Ratschlag des Ministerpräsidenten aus Baden-Württemberg aus. Allerdings gaben auch 13 Prozent an, den Grünen-Politiker überhaupt nicht zu kennen.  Insgesamt hat YouGov für die Erhebung 2035 Bundesbürger befragt.

Zustimmung in allen Altersgruppen

Auffällig im Fall Schäuble: Die Zustimmung fällt über alle Altersgruppen hinweg vergleichsweise groß aus – und  nimmt mit zunehmendem  Alter sogar leicht zu.  Anders verhält sich dies beispielsweise bei Kanzlerkandidat Martin Schulz. Von dem würden sich  zwar 21 Prozent der 18- bis 24-Jährigen etwas sagen lassen. In den anderen Altersgruppen kommt er  aber  nie über 14 Prozent hinaus.

Ein ähnliches Phänomen zeigt sich bei der Kanzlerin.   Insgesamt würde sich ein Viertel (23 Prozent) Angela Merkel in privaten finanziellen Dingen anvertrauen.  Das ist Platz zwei. Doch  dabei genießt sie weitaus  mehr Vertrauen bei den  Jüngeren als bei den Älteren.

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