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Geiselnahme in Frankreich : Verdächtige des „Charlie Hebdo“-Anschlags tot

vom

Mit einem Doppelschlag hat die französische Polizei die beiden Geiselnahmen beendet und drei islamistische Terroristen getötet. Die Geisel ist laut Medienberichten frei

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2015 | 09:41 Uhr

18:00 Uhr: Polizei beendet Geiselnahmen - Berichte: alle Attentäter tot
Mit einem Doppelschlag hat die französische Polizei die beiden Geiselnahmen beendet und übereinstimmenden Berichten zufolge die drei islamistischen Terroristen getötet. Fast zeitgleich griffen die Sicherheitskräfte in einem Ort östlich von Paris und am Rande der Hauptstadt zu und setzten der seit Mittwoch andauernden Verfolgungsjagd ein Ende. Zunächst wurde der Unterschlupf der mutmaßlichen Attentäter des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Dammartin-en-Goële gestürmt. Die beiden Terrorverdächtigen seien getötet worden sein, bestätigten die Behörden. Die Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34) seien schießend aus der Druckerei gerannt, in der sie sich über sieben Stunden verschanzt hatten, berichtet die Agentur AFP. Die Geisel sei frei und unverletzt. Es sollen zwei Polizisten verletzt worden sein, berichtet der Sender BFMTV. Die Polizei griff auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zu. Im französischen Fernsehen waren vier Explosionen zu hören. Der Geiselnehmer sei bei dem Zugriff in einem Geschäft für koschere Lebensmittel am Stadtrand getötet worden. Das berichtet die Zeitung „Le Monde“ unter Berufung auf die Gendarmerie. Zahlreiche Geiseln seien aus dem Laden gerannt, als die Polizei das Geschäft stürmte. Auch hier ist laut BFMTV ein Polizist verletzt worden. Es wird vermutet, dass der Täter, der am Donnerstag im Süden von Paris eine Polizistin erschossen hatte, der bewaffnete Mann in diesem Geschäft war. Er soll die Attentäter von „Charlie Hebdo“ gut gekannt und wie sie einen islamistischen Hintergrund haben.

17:30 Uhr:  Doppelschlag der Polizei gegen islamistische Terroristen
Die französische Polizei hat mit zeitgleichen Einsätzen zwei Geiselnahmen durch islamistische Terroristen im Raum Paris beendet. Dabei wurden die drei Täter getötet. Zunächst wurde der Unterschlupf der mutmaßlichen Attentäter des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Dammartin-en-Goële gestürmt. Die beiden Terrorverdächtigen seien getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Geisel sei frei und unverletzt.

Die Polizei griff auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zu. Im französischen Fernsehen waren vier Explosionen zu hören. Mindestens zehn Menschen sollen aus dem jüdischen Lebensmittelladen gerannt sein.

Auch der Geiselnehmer in dem Geschäft für koschere Lebensmittel sei tot, berichtete die Zeitung „Le Monde“ unter Berufung auf die Gendarmerie. Es wird vermutet, dass der Täter, der am Donnerstag im Süden de Hauptstadt eine Polizistin erschossen hatte, der bewaffnete Mann in diesem Geschäft ist. Unter seinen Geiseln waren auch Kinder. Er soll die Attentäter von „Charlie Hebdo“ kennen.

+++Eil+++ 17:25 Verdächtige des „Charlie Hebdo“-Anschlags tot - Geisel befreit
Bei dem Zugriff der Polizei auf die Verdächtigten des „Charlie Hebdo“-Anschlags in Paris sind beide Männer getötet worden. Die von den beiden Brüdern gehaltene Geisel ist laut Medienberichten frei.

17:15 Uhr: Polizei stürmt Unterschlupf der „Charlie-Hebdo“-Attentäter
Die französische Polizei hat den Unterschlupf der mutmaßlichen Attentäter des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ gestürmt. Das berichten französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Polizeiquellen. Über der Druckerei nordöstlich von Paris, in der die beiden Islamisten sich mit mindestens einer Geisel verschanzt hatten, war Rauch zu sehen. Zudem waren Schüsse und Explosionen zu hören. Ein Helikopter landete in der Nähe von einem der Eingänge zur Druckerei in Dammartin-en-Goële. Die Terroristen hatten siebeneinhalb Stunden ausgeharrt. Während die Sicherheitskräfte die Islamisten angriffen, dauerte die Geiselnahme in dem jüdischen Geschäft im Osten von Paris an. Es wird vermutet, dass der Täter, der am Donnerstag im Süden de Hauptstadt eine Polizistin erschossen hatte, der bewaffnete Mann in diesem Geschäft ist. Er soll mindestens fünf Menschen als Geiseln genommen haben. Unter den Geiseln sind auch Kinder. Er soll die Attentäter von „Charlie Hebdo“ kennen.

+++Eil+++ 17:06 Uhr:  Polizeiangriff auf Geiselnehmer nördlich von Paris
Die Polizei hat die mutmaßlichen „Charlie-Hebdo“-Attentäter in der Druckerei nördlich von Paris angegriffen. Das berichten französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Polizeiquellen.

16:00 Uhr: Ganze Schule ist in Panik
Die Geiselnahme im Osten von Paris hat weite Teile des sonst belebten Stadtteils lahmgelegt. Schüler in dem Gebiet mussten in den Gebäuden bleiben. „Die ganze Schule ist in Panik“, berichtete der Schüler einer der betroffenen Einrichtungen am Freitag der dpa. Nun werde der dafür vorgesehene Alarmplan umgesetzt. „Im Augenblick müssen wir alle in unseren Klassen bleiben“, schilderte der 17-Jährige. Dort sollen sie die weitere Entwicklung abwarten.

15:30 Uhr: Beispiellose Terrorwelle in Frankreich - Geiselnahmen mit Toten
Frankreich ist Zielscheibe einer beispiellosen Terrorwelle. Zwei Geiselnahmen und Schießereien erschütterten am Freitag das Land. Nach unbestätigten französischen Medienberichten soll es dabei in Paris zwei Tote in einem Laden für koschere Lebensmittel gegeben haben. Die Polizei geht nach Medienberichten mittlerweile davon aus, dass sich die Attentäter kennen und alle einen islamistischen Hintergrund haben.

Die beiden Brüder, die bei dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ am Mittwoch zwölf Menschen getötet haben sollen, seien aus derselben Pariser Dschihad-Gruppe wie der Mann, der am Freitag in einem Laden im Süden der Hauptstadt fünf Geiseln genommen haben soll, berichteten mehrere französische Medien. Die beiden mutmaßlichen „Charlie-Hebdo“-Attentäter verschanzten sich in einer Druckerei etwa 50 Kilometer von Paris entfernt und haben ebenfalls mindestens eine Geisel in ihrer Gewalt. Zuvor hatte es an einer Straßensperre eine Schießerei mit der Polizei gegeben.

Während Sicherheitskräfte die beiden Islamisten belagerten, gab es im Süden von Paris die weitere Schießerei und Geiselnahme in dem Geschäft für koschere Lebensmittel. Es wird vermutet, dass der Täter, der im Süden von Paris eine Polizistin erschossen hatte, der bewaffnete Mann in diesem Geschäft ist. Er soll fünf Menschen als Geiseln genommen haben. Unter den Geiseln sind auch Kinder. Französische Medien berichteten, er habe beim Betreten des Laden gerufen: „Ihr wisst, wer ich bin.“

Die Polizei veröffentlichte einen Fahndungsaufruf nach einem 32-jährigen Mann und einer 26-jährigen Frau, die in die Schießerei mit der Polizistin auf einer Straße im Süden von Paris verwickelt sein sollen. Es handelt sich um Amedy Coulibaly (32) und Hayat Boumeddiene (26). Coulibaly soll laut „Le Point“ der Mörder der Polizistin und ein Bekannter der Attentäter von „Charlie Hebdo“ sein.

 

14:41 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Geiselnahme und Schießerei im Pariser Osten
Bei einer Schießerei und einer anschließenden Geiselnahme am östlichen Stadtrand von Paris sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Das berichteten mehrere französische Medien am Freitag. Es wird vermutet, dass der bewaffnete Mann, der am Donnerstag im Süden von Paris eine Polizistin erschossen hatte, auch für diese Tat verantwortlich ist. Er soll in einem Laden für koschere Lebensmittel fünf Menschen als Geiseln genommen haben. Unter den Geiseln sind auch Kinder. Französische Medien berichteten, er habe beim Betreten des Laden gerufen: „Ihr wisst, wer ich bin.“

Die Polizei veröffentlichte einen Fahndungsaufruf nach einem 32-jährigen Mann und einer 26-jährigen Frau, die in die Schießerei mit der Polizistin auf einer Straße im Süden von Paris verwickelt sein sollen. Es handelt sich um Amedy Coulibaly (32) und Hayat Boumeddiene (26). Die Tat hat womöglich einen Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ am Mittwoch, bei dem zwölf Menschen getötet wurden. Die Polizei gehe davon aus, dass die zwei verdächtigten Brüder den Schützen und Geiselnehmer des koscheren Geschäfts kennen. Das berichtete die Zeitschrift „Le Point“. Alle seien aus einer Gruppe von Pariser Dschihadisten. Die beiden mutmaßlichen „Charlie-Hebdo“-Attentäter verschanzten sich am Freitag in einer Druckerei etwa 50 Kilometer von Paris entfernt. Sie haben mindestens eine Geisel in ihrer Gewalt.

 

14:32 Uhr: Eilmeldung Bei einer Schießerei und einer anschließenden Geiselnahme am östlichen Stadtrand von Paris sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Das berichteten mehrere französische Medien am Freitag.

 

14:00 Uhr: Bei der Geiselnahme am östlichen Stadtrand von Paris sind mindestens fünf Menschen in der Hand eines bewaffneten Mannes. Darunter sind nach Berichten französischer Medien auch Kinder.

 

13:37 Uhr: Am östlichen Stadtrand von Paris ist es am Freitag nach französischen Medienberichten zu einer weiteren Schießerei und einer Geiselnahme gekommen. Ein bewaffneter Mann habe in einem Geschäft für koschere Lebensmittel mindestens einen Menschen in seine Gewalt gebracht.

 

12:23 Uhr: Die französische Polizei dürfte nach Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft Probleme haben, mit den eingekesselten Attentätern von Paris zu verhandeln. Islamistische Terroristen kalkulierten den Märtyrertod in ihr Handeln mit ein, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, am Freitag dem Nachrichtensender n-tv. Die Polizei setze in ähnlichen Fällen „regelmäßig speziell geschulte Verhandlungsgruppen“ ein, erklärte Wendt. „Das ist in der derzeitigen Situation natürlich ausgesprochen schwierig, weil es sich um islamistische Terroristen handelt, die ihr eigenes Leben überhaupt nicht schonen, sondern im Gegenteil nach dem Grundsatz verfahren: ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod (...).“

 

12.16 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin im Süden von Paris sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Sie seien am Freitagmorgen in der Region Essonne südlich von Paris geschnappt worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeiquellen. Nach Informationen französischer Medien sollen sich die Festgenommenen und die beiden mutmaßlichen Angreifer auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ kennen. Innenminister Bernard Cazeneuve hatte am Donnerstag noch gesagt, es gebe bisher keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen den beiden Taten. Bei dem Schusswechsel war am Donnerstagmorgen eine Beamtin tödlich verletzt worden. Sie starb wenige Stunden nach dem Vorfall. Ein zweiter Polizist war verletzt worden.

 

11.54 Uhr: Die französische Polizei hat die Medien gebeten, keine Bilder von dem Großeinsatz gegen die Attentäter von Paris zu zeigen. Ansonsten könnten die Terroristen womöglich wissen, wie sich die Sicherheitskräfte im Industriegebiet des Orts Dammartin-en-Goële positionieren, hieß es am Freitag auf einer Facebook-Seite der französischen Sondereinheit GIPN. Die Gendarmerie bat die Presse außerdem über Twitter, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten.

 

11.38 Uhr: Die französischen Behörden haben bestätigt, dass es vor der Geiselnahme an einer Straßensperre in der Nähe von Paris eine Schießerei mit den Attentätern gegeben hat. Bei dem Schusswechsel mit der Polizei habe es aber keine Verletzten gegeben, sagte ein Sprecher des Pariser Innenministeriums am Freitag dem Radiosender France Inter. Die Terroristen seien auf dem Weg nach Paris gewesen. Nach der Schießerei seien die islamistischen Terroristen in das Industriegebiet des Orts Dammartin-en-Goële gefahren und hätten in einer Druckerei mindestens eine Geisel genommen. Der Ort liegt ungefähr 50 Kilometer nordöstlich von Paris. Der Sprecher sagte, man habe noch keinen Kontakt zu den Männern aufgenommen, die am Mittwoch bei einem Anschlag auf das Satiremagazins „Charlie Hebdo“ zwölf Menschen getötet haben sollen.

 

11.31 Uhr: Die französische Gemeinde Dammartin-en-Goële hat ihre Bewohner aufgefordert, wegen des Anti-Terroreinsatzes die Häuser nicht zu verlassen. Kinder blieben in den Schulen und würden dort gesichert, hieß es am Freitag auf der Internetseite des kleinen Ortes nordöstlich von Paris. Dort belagert die Polizei die beiden mutmaßlichen Attentäter, die den Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ verübt haben sollen.

 

11.17 Uhr: Nach der Geiselnahme im Nordosten von Paris hat der Flughafen Paris Charles de Gaulle die beiden Bahnen im Norden für Landungen gesperrt. Die landenden Flugzeugen werden auf die zwei Start- und Landebahnen im Süden des Flughafens verlagert. Im Norden könne weiter gestartet werden, sagte ein Sprecher des Flughafens am Freitag. Der Ort der Geiselnahme in Dammartin-en-Goële liegt nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. Dort belagert die Polizei die beiden mutmaßlichen Attentäter, die den Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ verübt haben sollen.

 

10.50 Uhr: Eine Geisel ist nach Medienberichten in der Hand der beiden mutmaßlichen Attentäter auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Innenminister Bernard Cazeneuve hat den Großeinsatz gegen die Männer zwei Tage nach dem Anschlag auf das Magazin „Charlie Hebdo“ bestätigt. Staatspräsident François Hollande wollte sich bis Mittag zum Stand der Operation äußern. „Wir sind in einem Krieg gegen den Terrorismus“, erklärte Regierungschef Manuel Valls.

 

10.30 Uhr: Östlich von Paris ist ein Großeinsatz gegen die beiden mutmaßlichen Attentäter auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in vollem Gang. Der Einsatz laufe, um die Urheber des Anschlags vom Mittwoch mit zwölf Toten auszuschalten, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Freitag. Die gesuchten Mäner haben Geiseln genommen. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert die Staatsanwaltschaft mit den Worten, es habe bei einem Schusswechsel zuvor weder Tote noch Verletzte gegeben.

Der Vorfall ereignete sich auf der einer Nationalstraße in der Nähe von Dammartin-en-Goële. Helikopter überflogen die Gemeinde. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass es bei dem Schusswechsel weder Tote noch Verletzte gegeben habe.

 

10:18 Uhr: Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ haben sich östlich von Paris zwei Verdächtige in einer Fabrik offensichtlich mit Geiseln verschanzt. Zuvor habe es eine Schießerei und eine Verfolgungsjagd gegeben, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Polizei meldete. Der Innenminister bestätigte, dass es einen Einsatz gebe. Nach einem unbestätigten Bericht der Zeitung „Le Parisien“ sollen bei einem Schusswechsel zwei Menschen getötet und 20 verletzt worden sein.

Der Vorfall ereignete sich auf der einer Nationalstraße in der Nähe von Dammartin-en-Goelle, das etwa eine halbe Stunde von der Gegend entfernt liegt, in der die mutmaßlichen Attentäter gesucht werden. Helikopter überflogen die Gemeinde.

Die Polizei sucht mit einem Großeinsatz nach den verdächtigen Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34). Sie sollen am Mittwoch schwarz vermummt die Redaktion des Magazins im Herzen der Hauptstadt gestürmt sein und mit Maschinenpistolen um sich geschossen haben. Unter den zwölf Todesopfern waren acht Journalisten von „Charlie Hebdo“ und ein weiterer Kollege, der unter anderem für den Radiosender France Inter arbeitete. „Charlie Hebdo“ war mehrfach wegen Mohammed-Karikaturen angefeindet worden.

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