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Von Kreml bestätigt Putin trifft sich mit Kim Jong Un: Was sich Russlands Präsident davon erhofft

Von dpa | 11.09.2023, 13:30 Uhr

Lange war über ein Treffen zwischen Kremlchef Putin und Nordkoreas Machthaber Kim spekuliert worden, nun hat Moskaus es bestätigt. Dieses soll in den kommenden Tagen stattfinden. Worum es bei dem Treffen gehen soll.

Moskau hat ein geplantes Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Wladiwostok bestätigt. „Auf Einladung von Russlands Präsident Wladimir Putin wird der Staatsratsvorsitzende der Demokratischen Volksrepublik Korea Kim Jong Un in den nächsten Tagen Russland einen offiziellen Besuch abstatten“, teilte der Kreml am Montag auf seiner Homepage mit. Zuvor gab es bereits Spekulationen, dass es zu einem Treffen der beiden Machthaber kommen könnte.

„Times“: Putin hofft auf Artilleriegeschosse und Panzerabwehrwaffen

Medien hatten bereits zuvor berichtet, dass Kim in Pjöngjang seinen Panzerzug Richtung Grenze bestiegen habe. Obwohl es offiziell noch keine Details gibt, wird darüber spekuliert, dass Putin und Kim sich beim Wirtschaftsforum in Russlands Fernostmetropole Wladiwostok treffen werden. Das Forum hat am Sonntag begonnen und dauert noch bis Mittwoch. Der Mittwoch wird auch als mögliches Datum für die Zusammenkunft der beiden Staatsführer genannt.

Laut der „New York Times“ hofft Putin auf die Belieferung mit nordkoreanischen Artilleriegeschossen und Panzerabwehrwaffen. Kim soll demnach auf fortschrittliche Technologie für Satelliten und U-Boote mit Atomantrieb hoffen. Außerdem bemühe er sich um Nahrungsmittelhilfe für sein verarmtes Land.

Vor wenigen Tagen hatte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten, John Kirby, gesagt, die US-Geheimdienste hätten Informationen über Verhandlungen zwischen beiden Ländern über Waffenlieferungen. Demnach sei auch der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu kürzlich nach Nordkorea gereist, um Pjöngjang davon zu überzeugen, Artilleriemunition an Russland zu verkaufen. Nach diesem Besuch hätten Putin und Kim einen Schriftwechsel geführt, in dem sie sich verpflichtet hätten, ihre bilaterale Zusammenarbeit auszubauen.

Mit den anvisierten Rüstungsgeschäften würde Russland von Nordkorea „bedeutende Mengen und mehrere Typen von Munition“ bekommen, „die das russische Militär in der Ukraine einsetzen will“, sagte Kirby kürzlich. Die US-Regierung fordere Nordkorea auf, die Verhandlungen mit Russland einzustellen.

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