Bischbrunn in Bayern : Tödliches Beziehungsdrama auf Autobahnbrücke in Unterfranken

Ermittler der Polizei sichern  auf der Haseltalbrücke der Autobahn A3 bei Bischbrunn Spuren.

Ermittler der Polizei sichern auf der Haseltalbrücke der Autobahn A3 bei Bischbrunn Spuren.

Nach einem Unfall springt der Fahrer aus seinen Auto und 70 Meter in die Tiefe. Auf dem Beifahrersitz: Eine Tote Frau.

svz.de von
09. April 2017, 19:03 Uhr

Auf einer Autobahnbrücke in Unterfranken hat sich ein blutiges Drama abgespielt: Als Ersthelfer auf der A3 am Sonntag einem Unfallwagen helfen wollen, stürzt sich dessen Fahrer vor ihren Augen in den Tod. In dem Wagen liegt zudem eine getötete Frau.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einer Beziehungstat aus.

Wie die beiden Behörden gemeinsam mitteilten, hatten mehrere Zeugen am Sonntagmorgen auf der Haseltalbrücke in der Nähe von Bischbrunn ein gegen die Fahrtrichtung gedrehtes Unfallauto bemerkt und den Rettungsdienst alarmiert. Als die Ersthelfer sich dem Auto näherten, stieg ein Mann aus, lieferte sich ein kurzes Wortgefecht mit den Rettern und stürzte sich dann von der rund 70 Meter hohen Brücke in die Tiefe.

In dem Auto fanden die Zeugen und die mittlerweile eingetroffene Verkehrspolizei dann die Leiche einer Frau. Sie starb durch äußere Gewalteinwirkung. Dass die Frau erstochen wurde, wie mehrere Medien berichteten, wollte der Polizeisprecher zunächst nicht bestätigen: „Das muss erst durch die Obduktion geklärt werden.“ Klar scheint jedoch, dass die Frau auf dem Beifahrersitz und nicht schon zuvor an einem anderen Ort umgebracht wurde. „Aufgrund der Spurenlage gehen wir davon aus, dass sie im Fahrzeug gestorben ist“, sagte der Sprecher.

Die A3 Richtung Frankfurt wurde nach dem Vorfall zwischen den Anschlussstellen Marktheidenfeld und Rohrbrunn über Stunden hinweg komplett gesperrt, der Verkehr wurde abgeleitet. Es bildeten sich kilometerlange Staus.

Für das Unfallgeschehen an sich gibt es laut Polizei keine Zeugen; die Ersthelfer waren erst kurz darauf an die Stelle herangefahren.

Deshalb rekonstruiert nun ein Gutachter die letzten 300 bis 400 Meter der Fahrt.

Die Identität der beiden Toten konnten die Beamten bereits klären; da aber zunächst nicht alle Angehörigen informiert werden konnten, sollten weitere Details erst am Montag bekanntgegeben werden.

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