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Lebensgefahr für Eisbär : Tierpark Berlin bangt um kleinen Fritz

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Er ist der ganze Stolz des Berliner Tierparks, doch es steht schlecht um den Eisbär-Jungen Fritz. Bevor ihn die Öffentlichkeit überhaupt zu Gesicht bekam, ist der Kleine schwer erkrankt.

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2017 | 16:43 Uhr

Es war der Anblick, vor dem sich wohl alle Pfleger des Tierparks Berlin gefürchtet hatten: Apathisch lag Fritz im Stall bei seiner Mutter Tonja, als Pfleger am Montagmorgen um acht Uhr nach ihm sahen. Das gut vier Monate alte Eisbärenbaby ist schwer krank. „Fritz hat eine massive Leberentzündung, das deutet auf eine ernsthafte Krankheit hin“, sagte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem am Montag. „Wir hoffen sehr, dass der kleine Eisbär wieder gesund wird. Wir sind alle sehr besorgt.“

Nach einem Krisentreffen von Tierärzten, Kuratoren und Pflegern trennten die Tierwärter den Kleinen von seiner Mutter und brachten ihn ins benachbarte Leibnitz-Institut. Stundenlange Untersuchungen mit Ultraschall, CT und Röntgengerät brachten zunächst keinen konkreten Befund, die Untersuchung des Stuhls stand noch aus. Gegen die schlechten Leberwerte bekam Fritz ein spezielles Antibiotikum und Schmerzmittel.

Bereits am Sonntag hatte ein Tierarzt Fritz ein Antibiotikum und Antiparasitikum verabreicht, nachdem er sich auffällig ruhig verhalten hatte. Direktor Knieriem besuchte den kleinen Patienten am Nachmittag im Stall. Gegen Abend hatte sich sein Zustand jedoch stabilisiert, er trank sogar wieder bei der Mutter.

Fritz, Sohn der siebenjährigen Tonja und des fünfjährigen Wolodja, ist das erste Eisbärenjunge im Tierpark Berlin seit 22 Jahren. Seine Geburt am 3. November und die ersten Fotos hatten die Berliner begeistert.

Schon 2006 hatte die Geburt eines Eisbären Berlin viele Menschen verzückt: Im Zoologischen Garten kam damals der kleine Knut zur Welt.

Er wurde anders als Fritz mit der Hand aufgezogen. Er starb 2011 im Alter von nur vier Jahren. In freier Wildbahn werden Eisbären deutlich älter als 20 Jahre.

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