Zwergenaufstand

svz.de von
10. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Während die SPD-Basis noch mit sich selbst kämpft, nickt die CDU den schwarz-roten Koalitionsvertrag ab – ohne, dass er wirklich breit in der Partei diskutiert worden wäre. Es ist eine Zustimmung ohne auch nur den Hauch von Aufbruchstimmung, der sich mit dieser Großen Koalition verbinden würde. Die CDU stellt weiter die Kanzlerin – das ist, was für die Parteigranden letztlich am meisten zählt.

Dass die Union trotz ihres glanzvollen Wahlerfolgs so viele Zugeständnisse machen musste, schmerzt jedenfalls Christdemokraten. Der Unmut der Jungen, die Kritik des Wirtschaftsflügels – es war am Ende nicht mehr als ein Zwergenaufstand. Kein einziger Delegierter des Kleinen CDU-Parteitags traute sich, mit Nein zu stimmen.

Die vermeintlichen CDU-Rebellen geben jetzt auch deshalb klein bei, weil sich keine wirkliche Alternative anbietet. Die FDP ist von der parlamentarischen Bühne verschwunden und die Zeit für Schwarz-Grün noch nicht reif. Das erklärt auch, warum Sigmar Gabriel und seine SPD im Ringen um den Koalitionsvertrag eine so starke Verhandlungsposition hatten.

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