NSU-Prozess : Zschäpes erste Worte

Beate Zschäpe gestern im Münchner Oberlandesgericht
Beate Zschäpe gestern im Münchner Oberlandesgericht

Die mutmaßliche Rechtsterroristin bedauere ihr “Fehlverhalten“

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29. September 2016, 21:00 Uhr

Nach dreieinhalb Jahren des Schweigens hat die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe im Münchner NSU-Prozess zum ersten Mal persönlich das Wort ergriffen. Sie bedauere ihr „Fehlverhalten“ und verurteile, was ihre Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt den Opfern „angetan haben“, sagte sie heute in einer kurzen Erklärung vor dem Münchner Oberlandesgericht. Zudem distanzierte sich die Hauptangeklagte von „nationalistischem Gedankengut“. In der kurzen Erklärung, die sie von einem Blatt Papier ablas, räumte Zschäpe ein, sich früher „durchaus mit Teilen des nationalistischen Gedankenguts“ identifiziert zu haben. Dies sei heute jedoch nicht mehr so. Im Laufe der Jahre seien ihr solche Dinge „wie Angst vor Überfremdung zunehmend unwichtiger“ geworden. „Heute beurteile ich Menschen nicht nach Herkunft und politischer Einstellung, sondern nach Benehmen.“ Die Bundesanwaltschaft wirft der 41-Jährigen Mittäterschaft an zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden und zwei Sprengstoffanschlägen vor, die dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) angelastet werden.

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