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Fakenews : Wie das US-Portal Breitbart Falschmeldungen in Deutschland verbreitet

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Ein Mob habe eine Kirche in Dortmund angezündet, berichtet das umstrittene Newsportal. Die Polizei rückt das zurecht.

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2017 | 12:32 Uhr

Dortmund  | Die Polizei hat eine detaillierte Einsatzbilanz der Silvesternacht in Dortmund veröffentlicht, nachdem die US-Nachrichtensite „Breitbart“ eine Falschmeldung zu den Vorfällen verbreitet hatte. Das rechtspopulistische Internetsite steht dem designierten US-Präsidenten Donald Trump nahe.

Der Umgang mit „Fake News“ ist schwierig, soziale Netzwerke wie jüngst Facebook kündigen Maßnahmen zur Eindämmung an, Politiker fordern härtere Strafen für die Urheber und Konsequenzen für die Plattformen. Ob diese Maßnahmen helfen, bleibt umstritten.

Der englischsprachige Bericht mit der Überschrift „1000-Mann-Mob setzt Deutschlands älteste Kirche in Brand“ erzeugt den Eindruck, dass Ausländer mit Feuerwerkskörpern gegen andere Besucher und Polizisten vorgegangen seien und das Dach der Reinoldikirche in Brand gesetzt hätten. Doch das entspricht nicht der Wahrheit - der Bericht bezieht sich dabei in verfälschender Weise auf einen Bericht der „Ruhr Nachrichten“.

Die Polizeibehörde stellte am Donnerstag klar: „Herausragende oder spektakuläre Silvestersachverhalte wurden bis zum heutigen Tage nicht gemeldet.“ Auf einem Platz in der Innenstadt hätten sich rund 1000 Menschen versammelt. Es sei zwar zum Teil zu unsachgemäßem Einsatz von Silvesterfeuerwerk gekommen, dies sei jedoch unterbunden worden.

 

Die Feuerwehr hatte am Neujahrstag gemeldet, dass es durch eine Silvesterrakete zum Brand eines Gitterschutznetzes an der Reinoldikirche gekommen sei. Mit dem Netz ist ein Baugerüst verkleidet. Das Feuer sei schnell gelöscht worden. Die Polizei hat nach Angaben einer Sprecherin „keinerlei Erkenntnisse, dass die Rakete absichtlich abgefeuert wurde“.

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