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Wichtiger, aber schwieriger Vorstoß

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Studien zeigen: Eltern kleiner Kinder interessiert mehr noch als finanzielle Unterstützung vom Staat die Möglichkeit, familiäre und berufliche Pflichten zu verbinden.

Manuela Schwesig hat für ihren ersten großen Vorstoß als Bundesfamilienministerin ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema gewählt. Ihre Forderung nach einer 32-Stunden-Woche für Eltern mit kleinen Kindern wirkt fast überzogen plakativ. Das klingt nach großem Wurf, nach Paradigmenwechsel und einem Staat, der sich wieder in Dinge einmischt, die in den Betrieben oder von den Tarifpartnern besser geregelt werden können. Der Aufschrei der Wirtschaft und Warnungen vor neuen Formen staatlicher Reglementierung sind daher nachvollziehbar. Was Schwesig unter der von ihr angekündigten Neudefinition der Vollzeitarbeit versteht, bleibt noch vage. Sind es strikte Vorgaben, die gerade kleine und mittlere Firmen zu lähmen drohen? Oder plant die Familienministerin lediglich einen kleinen finanziellen Anreiz durch ein verlängertes Elterngeld, das einen Teil des durch Reduzierung der Arbeitszeit entstandenen Verdienstausfalls ersetzt?

Dass Väter und Mütter mit kleinen Kindern Karriere und Familie in Einklang bringen können – daran muss Arbeitgebern heute besonders gelegen sein. In letzter Zeit ist die Sensibilität dafür bei Personalplanern in vielen Firmen erfreulicherweise gewachsen.

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