Verteidigungspolitik : Ursula von der Leyen: Alles hört auf mein Kommando!

Die künftige VerteidigungsministerinUrsula von der Leyen  und der amtierende Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (beide CDU)
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Die künftige VerteidigungsministerinUrsula von der Leyen und der amtierende Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (beide CDU)

185 000 Soldatinnen und Soldaten und 70 000 Zivilbeschäftigte warten gespannt auf ihre ersten Befehle, Anweisungen und Weichenstellungen.

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17. Dezember 2013, 00:36 Uhr

„Einen Mordsrespekt“ habe sie vor dem, „was da jetzt auf mich zukommt“, gesteht Ursula von der Leyen. „Das ist eine Riesenaufgabe.“ Sie habe erst einmal tief Luft holen müssen, als ihr die Kanzlerin am Donnerstag den Job angeboten habe, dann aber ja gesagt. Die neue Verteidigungsministerin hat es eilig, lässt keinen Zweifel daran, dass sie sich die neue Aufgabe zutraut und mehr Chance als Risiko darin sieht.

Ab sofort hört alles auf ihr Kommando. 185 000 Soldatinnen und Soldaten und 70 000 Zivilbeschäftigte warten gespannt auf ihre ersten Befehle, Anweisungen und Weichenstellungen. Absolut neu sei sie auf dem Gebiet der Verteidigungspolitik, räumt die 55-jährige Mutter von sieben Kindern und gelernte Ärztin ein. Welche Baustellen hat ihr Vorgänger Thomas de Maizière hinterlassen? Wo brennt es? Wo muss schnell gehandelt werden?

Die Ministerin mit Stahlhelm im Panzer und mit Splitterschutzweste am Hindukusch – Bilder, an die sich manch einer erst gewöhnen muss.

Von der Leyens Aufgabenzettel ist lang: Da ist die Umsetzung der Bundeswehrreform. Nach der Aussetzung der Wehrpflicht wirbt die Bundeswehr offensiv um qualifiziertes Personal, bislang allerdings offenbar nur mit mäßigem Erfolg. Mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und der Sicherung und Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte wartet eine weitere Herkulesaufgabe auf von der Leyen. Ende Februar muss ein Plan für den Nachfolgeeinsatz vorliegen. Probleme gibt es auch mit dem Transportflugzeug A 400 M oder dem neuen Kampfhubschrauber. Und ganz nebenbei gilt es noch, den alltäglichen Betrieb zu organisieren.

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